Test/Review: Mario Kart Wii - jetzt im Laden!

Test Swen Harder

Jetzt steht Mario Kart Wii im Laden! Lohnt sich das putzige Rennspiel? Wir machen den Test!

Test: Mario Kart Wii Test: Mario Kart Wii Wenn Nintendo ins europäische Hauptquartier nach Großostheim ruft, dann ist eines klar: Es steht ein großer Zelda- oder Mario-Titel auf dem Programm! So auch diesmal. Mario Kart Wii wartet auf unsere ausgiebige Testfahrt. Bevor wir allerdings selbst Hand an das neue Wii-Wheel legen dürfen, gibt es erst mal die offizielle Präsentation. Na gut, Ordnung muss sein.

Zugegeben, die japanische Nintendo-Fachkraft macht uns richtig heiß auf den Fun-Racer! Das liegt aber gar nicht an den vorgestellten Features. Denn die Tatsache, dass es klassische Strecken der Vorgänger, diverse Cup-Modi, Arena-Wettkämpfe und Geistdaten sowie neue Charaktere und Items gibt, war doch klar. Nein, Mario schafft es wieder einmal, die tief in uns schlummernden kindlichen Gefühle hervorzuzaubern. Nintendo versprüht mit Mario Kart Wii zwar nicht ganz den Charme der Ur-Fassung, doch Miyamoto vermag es einmal mehr, die Essenz eines hervorragenden Videospiels zu finden: den puren Spielspaß.

Mario Kart & Bike

Mario Kart Wii Mario Kart Wii Mit einem freundlichen Lächeln erzählt die Dame irgendetwas von einer Weltpremiere. In Gedanken lehnen wir uns schon in die Kurven und drehen das Wii-Wheel in der Luft. Aber dann geht’s los! Ran an die Pads und durchstarten. Das Erste, was uns auffällt: Streng genommen dürfte Mario Kart Wii gar nicht so heißen. Denn jetzt bügeln die Nintendo-Helden nicht mehr einzig und allein mit Karts über die Pisten, sondern auch mit Motorrädern! Die Bikes sind etwas wendiger, dafür allerdings leichter von der Strecke zu schubsen. Generell unterscheiden sich die Fahrzeuge in den sieben Kategorien Geschwindigkeit, Gewicht, Beschleunigung, Handling, Drift, Off-Road und Mini-Turbo.

Gerade die beiden letzten Punkte können bei Abkürzungen und kurvenreichen Strecken den Unterschied ausmachen. Nach der Wahl des Fahrzeugtyps müssen wir noch die Art des Driftens bestimmen. Zur Auswahl stehen automatisch und manuell. Nachteil der Automatik: Der berühmte Drift-Turbo fällt hier wesentlich geringer aus, als wenn sich ein Profi manuell mit gedrückter Bremsentaste in die Kurven wirft. Generell gilt: Turbos sind der Schlüssel zum Sieg. Diesen Extraschwung erhält man auf vielfache Weise, etwa per Blitzstart. Bevor das Rennen startet, drückt ihr gleichzeitig Gas und Bremse. Beim Startsignal lasst ihr die Bremse los und schon geht’s mit Schmackes an den Gegnern vorbei. Allerdings muss das Timing stimmen, sonst fährt man dem Feld hinterher.

Mario Kart Wii Mario Kart Wii Einen Turbo-Schub gibt’s durch das Einsammeln von Pilz-Extras (siehe Kasten Seite 60). Nichts Neues für Kenner der Serie. Neu ist hingegen, dass ihr den Turbo durch Tricks aufladet. Alle Strecken bieten in irgendeiner Form Rampen, über die man springen kann. Wir erinnern uns an die Vorführung der netten Japanerin und reißen kurz vor der Kante den Controller nach hinten. Und prompt zeigt Prinzessin Peach – unsere Favoritin in Sachen Kart-Meisterschaft – einen spektakulären Stunt in der Luft. Bei der Landung gibt’s dann einen knackigen gelben Boost. Bike-Fahrern bietet sich eine weitere Speed-Möglichkeit: der allzeit bereite Wheelie-Turbo. Durch einfaches nach hinten Ziehen des Controllers fahrt ihr nur noch auf dem Hinterrad. Jetzt seid ihr zwar wesentlich flotter unterwegs, doch Kurvenfahrten sind so ziemlich schwierig. Außerdem sind Rammattacken der Gegner dann sehr gefährlich.
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