Mit diesem Western von epischer Laufzeit beendete Sergio Leone seine vielgerühmte "Dollar"-Trilogie. Bleibt die Frage, wann die beiden Vorgängerfilme auf DVD veröffentlicht werden ...
Mit der ersten Generation der auf DVD veröffentlichten Filme ist das so eine Sache. Mitunter bieten die Scheiben nach heutigen Maßstäben doch eine recht bescheidene Bild- und Tonqualität und kaum nennenswerte Extras. Wenn man Pech hatte, musste man zudem noch mit einer geschnittenen Fassung vorlieb nehmen und vom Originalton fehlte jede Spur. Auch "Zwei glorreiche Halunken" gehört zu den schwächeren Releases aus der Anfangszeit des Mediums DVD. Nun wurde die wesentlich bessere "Gold Edition" nachgelegt.
Im Gegensatz zur ersten Veröffentlichung beinhaltet die Doppel-DVD die 2002 restaurierte Fassung des Western-Klassikers, der die Geschichte des Revolverhelden Tuco (Eli Wallach), Sentenza (Lee Van Cleef) und des Namenlosen (Clint Eastwood) erzählt, die hinter einem Schatz her sind und sich dabei in die Quere kommen.
In der zehn Minuten längeren Version befindet sich u.a. die Anwerbung der drei mexikanischen Killer durch Tuco, die man für den US-Kinostart einst herausschnitt. Da die Aufnahmen bisher nicht in deutscher Sprache vorlagen, wurden sie nachträglich synchronisiert. Zudem wurde der deutsche Mono-Track durch einen 5.1-Upmix ersetzt.
Ein Audiokommentar des renommierten Kritikers und Genre-Kenners Richard Schickel, der mit seinem umfangreichen Hintergrundwissen selbst eingefleischten Leone-Fans viel Neues bieten dürfte, rundet die erste DVD inhaltlich ab.
Einen tieferen Einblick in Sergio Leones Filmwelt ermöglicht die zweite DVD. In "Leones Westen" erläutern Richard Schickel, Produzent Alberto Grimaldi und Übersetzer Mickey Knox Leones Sichtweise des Wilden Westens, den er als dreckig, bösartig und menschenverachtend darstellte.
