Ein gefühlvolles und bildgewaltiges Tierdrama von "Der Bär"-Regisseur Jean-Jacques Annaud
Indochina im Jahr 1920. Der britische Abenteurer Aidan Mc- Rory (Guy Pearce) plündert mit seiner Expedition einen im Dschungel verborgenen Tempel. Dabei kommen ihm zwei Tiger in die Quere, die hier ihre beiden Jungen aufziehen. Als Aidan das männliche Tier erschießt und die Mutter vertreibt, bleiben die beiden Tigerbabys Kumal und Sangha zurück.
Während Kumal in einem Zirkus landet und unter Qualen Tricks erlernen soll, wächst sein Bruder als Spielkamerad beim Sohn eines Gouverneurs auf. Ein Jahr später treffen die ausgewachsenen Geschwister als Gegner in einer Arena aufeinander ...
Tiger-Casting
Der Weltenbummler und gelernte Fotograf Jean-Jacques Annaud besuchte den Schauplatz seines Films, die Tempelruinen von Anchor Wat in Kambodscha, bereits 1992. Erst einige Jahre später verfasste er das Skript zu "Zwei Brüder". Als die Dreharbeiten 2003 beginnen sollten, mussten zunächst die passenden Tierdarsteller gefunden werden. Das animalische Casting bestand aus rund 30 Raubkatzen, aus denen Annaud und Tiertrainer Thierry Le Portier schließlich die geeigneten Tiger aussuchten.
Viel Wert wurde auf höchste Sicherheitsmaßnahmen gelegt, angefangen vom Transport zum Drehort bis hin zu den Aufnahmen mit den Schauspielern. Während sich die Vierbeiner und deren Trainer relativ frei bewegen konnten, verbrachte das Kamerateam die meiste Zeit hinter Schutzgittern.
Auch die Dekoration der als Weltkulturerbe eingestuften Tempelanlage nahm viel Zeit und Aufwand in Anspruch. Über 20.000 Pflanzen wurden herbeigeschafft, um die Ruinen so ursprünglich wie möglich erscheinen zu lassen. Einen guten Einblick in die strapaziösen Arbeiten verschafft das gelungene Making of.
Wer noch mehr Infos möchte, sollte zur Special Edition mit zwei DVDs greifen. Hier erwarten den Filmfreund ein zusätzlicher Audiokommentar von Jean-Jacques Annaud, internationale Poster, eine animierte Fotogalerie und mehr. MN n
