Der nächste Urlaub führt ins australische Outback? Dann sollten Sie gut überlegen, ob Sie diesen Film sehen wollen
Wer hat Angst vorm Outback-Mann?
Die britischen Studentinnen Liz (Cassandra Magrath) und Kristy (Kestie Morassi) freuen sich nach angenehmen Tagen am Strand auf einen zweiwöchigen Road Trip quer durch Australien. Die Routenplanung übernimmt ihr einheimischer Begleiter, der gutaussehende Surfer Ben (Nathan Phillips). Da in der Reisekasse ziemliche Ebbe herrscht, wird kurzerhand ein billiges, gebrauchtes Auto erstanden, das nur die Strecke von Broome im Westen des Kontinents bis nach Cairns an der Nordostküste heil überstehen muss. Die rauen Nächte will das Trio im Gemeinschaftszelt verbringen.
Doch schon am zweiten Abend gibt die verrostete Karre ihren Geist auf -- ausgerechnet im gottverlassenen Nationalparkgebiet am Wolf-Creek-Krater. Frust macht sich breit: Die nächste Siedlung ist meilenweit entfernt, Camping ist verboten und es regnet in Strömen.
Böses Erwachen
Noch sind Liz, Ben und Kristy sorgenfrei
Da naht Rettung in Gestalt eines hilfsbereiten Truckers namens Mick (John Jarratt), der dem Trio fachmännische Unterstützung anbietet. Einige Stunden später endet die Abschleppaktion am Schrottplatz des skurrilen Typen. Nach ein paar Bierchen am Lagerfeuer schlummern die jungen Leute ein.
Endstation für Liz?
Als Liz erwacht, findet sie sich geknebelt und gefesselt in einer Baracke wieder. Ben und Kristy sind nicht zu sehen. Die qualvollen Schreie aus der Garage gegenüber lassen allerdings nichts Gutes vermuten. Der Urlaub wird zum verzweifelten Kampf ums nackte Überleben.
Sparmaßnahmen
Dieser freundlich wirkende Herr (John Jarratt) hat nichts Gutes im Sinn
Greg McLean nimmt sich viel Zeit, seine Figuren vorzustellen, bevor er sie ihrem üblen Schicksal ausliefert. In den USA wird McLean zum so genannten "Splat Pack" gezählt, einer Gruppe Filmemacher, die durch besonders blutige Inszenierungen auffielen. Im Making of auf der DVD werden einige interessante Hintergrundinfos zu der für nur knapp eine Million Dollar entstandenen Low-Budget-Produktion offenbart. Zu sehen gibt’s Aufnahmen der Dreharbeiten in Südaustralien, einige Stunts, das Anfertigen der blutigen Spezialeffekte sowie Szenenvergleiche. Um bei den Kosten zu sparen, entschloss man sich beispielsweise, die Autofahrt auf einem bestimmten Straßenabschnitt zu drehen, den man immer wieder hinauf- und hinunterfuhr.
Im Audiokommentar von Greg McLean, seinem Koproduzenten Matt Hearn und den Hauptdarstellerinnen Magrath und Morassi verzichtet das Quartett weitgehend auf gegenseitiges Lob und konzentriert sich auf das Erzählen amüsanter Anekdoten.
