We Happy Few Vorschau: ​Gute Miene zum bösen Spiel

Special Isabel Steuer
Beängstigend: 
Die Maske eines steten Lächelns vermag es nicht, die Dystopie zu verbergen.
Quelle: Compulsion

In einem dystopischen, alternativen 1960er-England sind alle Bürger scheinbar glücklich - solange sie brav ihre Medikamente nehmen...

Ihr seid eingesperrt in der Stadt Wellington Wells, in der alle Menschen lächeln. Doch statt fröhlicher Gesichter seht ihr verstörende Fratzen und dem Wahnsinn hingegebene Augen. Ihr müsst aus der Stadt fliehen - dürft dabei nicht auffallen.

In We Happy Few seid ihr in einem retrofuturistischen England aus den 1960ern gefangen. Um eine scheinbar verstörende Vergangenheit zu vergessen, müssen alle Bürger regelmäßig ihr Medikament nehmen: ihr Joy. So werden negative Gefühle und aufrührerische Gedanken verscheucht.

Prototyp: 
So soll der erste Entwurf für das Inventar und Crafting-Menü aussehen. Diesen Entwurf kann man in der Early-Access-Version testen. (Xbox One) Quelle: Games Aktuell Prototyp: So soll der erste Entwurf für das Inventar und Crafting-Menü aussehen. Diesen Entwurf kann man in der Early-Access-Version testen. (Xbox One) Ihr schlüpft in die Rolle verschiedener Mitbürger, die diese Einnahme des Joy als ein Mittel zur Unterdrückung der Bevölkerung sehen, und versuchen, diesem gruseligen Wahnsinn zu entfliehen. Doch ihr dürft euren Missmut nicht zeigen und müsst euch unauffällig in der Öffentlichkeit benehmen, während ihr auf der Suche nach einem Fluchtweg seid. Verhaltet ihr euch nicht zu jedem Zeitpunkt lächerlich glücklich, werdet ihr von den Schlägern der omnipräsenten Fernsehpersönlichkeit Onkel Jack gefunden und eliminiert. Die unheilvolle Atmosphäre wird durch den bunten Comicstil und die maskierten Gesichter unterstrichen. Man fühlt sich, als wäre man die einzige Person bei Verstand in einer Stadt voller Irrer.

Stirbt man, ist das Spiel vorbei. Man kann nicht beim letzten Speicherpunkt weitermachen. Häuser stehen nun an anderer Stelle, die Routine der Wachen hat sich geändert. Dadurch bekommt das Spiel einen hohen Wiederspielwert und zeigt erst nach einigen Versuchen die komplette Vielfalt der Stadt.

Suspicion: 
Läuft man zu 'schlecht gelaunt' durch die Straßen von Wellington Wells, hegen die anderen Mitbürger Verdacht und greifen euch an. (Xbox One) Quelle: Games Aktuell Suspicion: Läuft man zu "schlecht gelaunt" durch die Straßen von Wellington Wells, hegen die anderen Mitbürger Verdacht und greifen euch an. (Xbox One) In We Happy Few geht es sowohl um Schleichen und Tarnung als auch um Rätsellösung und Kämpfen. Durch das Erleben der Geschichten verschiedener Figuren bringt ihr nach und nach in Erfahrung, was hier wohl einst passiert ist.

Verstörend und tiefgründig erinnert das Spiel an George Orwells 1984, wo die komplette Bevölkerung überwacht und durch Gehirnwäsche in Schach gehalten wird. Wie auch in ihrem 2013 erschienenen Titel Contrast zeigt das 20-köpfige Studio Cumpulsion Games ihre Vorliebe für das alte England. Beide Games spiegeln das Herzblut der Entwickler wider und ihre Affinität zu unkonventionellen Geschichten.

Entwickler: Compulsion Games | Hersteller: Compulsion Games

Meinung

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