Am frühen Morgen des 28. Juni 1927 ereignete sich in Berlin die Steglitzer Schülertragödie, bei der zwei Jugendliche in einer Wohnung tot aufgefunden wurden. Der Fall schockierte die Öffentlichkeit, da während des Skandalprozesses gegen den einzigen Augenzeugen der Tat immer mehr Details über morbide Gedichte, Alkoholexzesse, homosexuelle Beziehungen und ungezügelten Sex die Presse füllten.
Achim von Borries' poetisches Liebesdrama schildert die Geschehnisse dieses Morgens und vor allem das, was am Wochenende davor geschah. Im Mittelpunkt stehen die beiden ungleichen Schüler Günther (August Diehl) und Paul (Daniel Brühl), die sich einig sind, in der Stunde vollkommenen Glücks -- also am höchsten Punkt -- freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Wer ihre bedingungslose Liebe nicht erwidert, soll ebenfalls den Tod finden.
Mit Günthers Schwester Hilde (Anna Maria Mühe) und Freunden feiern sie auf dem Land eine ausschweifende Party. Paul verliebt sich in Hilde, doch diese trifft sich heimlich mit Hans (Thure Lindhardt), Günthers ehemaligem Liebhaber. Getrieben von Eifersucht, enttäuschter Liebe und romantischem Weltschmerz steigern sich Günther und Paul in einen gefährlichen Rausch.
