Ballern wie Anno daunnemals: Vitalsign setzt auf simple Technik und niedrig aufgelöste Grafik.
Nein, Sie brauchen keine Brille, und wir haben beim Test von Vitalsign auch nicht vergessen, die Bildschirmauflösung hochzudrehen. Dieser Online-Shooter läuft grundsätzlich nur in einer Auflösung von 800x600. Einen Optionsbildschirm zum Verändern der bescheidenen grafischen Qualität gibt es erst gar nicht. Das passt aber vorzüglich zum Anspruch dieses Spiels, das sich mit seiner simplen 3D-Engine nicht nur an Besitzer von Highend-PCs richten möchte.
ganz simple Technik
Laut Hersteller soll Vitalsign selbst auf einem antiken P3 500 vernünftig laufen -- vorausgesetzt, der hängt an einer Internetleitung. Einen Einzelspielermodus gibt es nämlich ebenso wenig wie Bot-Matches. Selbst der Trainingsmodus, in dem wir mutierte Teddybären in einem winzigen Innenhof erlegen müssen, läuft nicht solo. Denn die Lektionen starten nur, wenn wir uns auf den Vitalsign-Server einloggen.
In den eigentlichen Matches geht es immer gegen menschliche Gegner, die wir mit einem aus Quake und Half-Life zusammengeklauten Waffenarsenal (Schrotflinte, MP, Railgun) ins digitale Nirwana schicken müssen.
Zahlen oder nicht zahlen?
Als Belohnung für unsere Mühen locken Bonuspunkte, die wir im Shop für neue Waffen oder Kleidungsstücke für unser Alter Ego investieren können. Zudem unterstützt Vitalsign ein Wettsystem, mit dem wir unser virtuelles Vermögen zusätzlich vermehren können. Dabei wetten wir natürlich auf den Ausgang von Online-Matches. Da wir für jedes Match Punkte einsetzen müssen, kann es wirklich schlechten Spielern theoretisch passieren, dass ihnen diese Punkte irgendwann ausgehen und sie nicht mehr antreten können. Obwohl das System jeden Tag Gratis-Punkte an alle Spieler ausschüttet, können wir beim Vitalsign-Betreiber Yusho für echtes Bargeld zusätzliche Punkte erstehen und so das eigene Konto aufbessern. Wer gut genug ist, braucht das nicht und spielt gratis.
Sascha Gliss
