DVD-Test: Unknown

Test Simone Neus

Das Spielfilmdebüt des Musikvideo-Spezialisten Simon Brand lässt gleich fünf Männer ihr Gedächtnis verlieren

Was bin ich?

DVD-Test: Unknown Das US-Einspiel des für 3,7 Millionen Dollar produzierten Low-Budget-Projekts ließ mit knapp 145.000 Dollar deutlich zu wünschen übrig. Die Kritiker hielten sich mit Lob zurück. Dabei weist das Spielfilmdebüt des Werbe- und Musikclip-Regisseurs Simon Brand, der u.a. für Videos von Jessica Simpson, Shakira und Ricky Martin verantwortlich zeichnet, mit seiner verzwickten Geschichte aus der Feder von Nachwuchsautor Matthew Waynee und guter Besetzung eigentlich die notwendigen Erfolgszutaten auf. Das mit der Handycam aufgenommene Making of im Bonusmaterial der Disc gewährt einen Blick hinter die Kulissen und enthält einige Interviews.

Fazit

Film-Check: Auch wenn die ersten Filmminuten deutlich an "Saw" erinnern, hat dieses Verwirrspiel der Identitäten kaum etwas mit dem blutigen Horrormachwerk gemein. Brand nahm Anleihen bei berühmten Kriminaldramen wie "Die üblichen Verdächtigen", "Memento" oder "Reservoir Dogs", fügte einige Twists hinzu und setzte ohne technischen Firlefanz keinen großen Film, aber einen durchaus kurzweiligen und spannenden Thriller in Szene, der sich die Pointe bis zum Ende aufhebt. Die Darsteller, allen voran James Caviezel und Barry Pepper, spielen ihre Figuren glaubwürdig. Genre-Fans sollten sich diesen Streifen nicht durch die Lappen gehen lassen.
DVD-Fazit: Hierzulande feiert "Unknown" direkt auf DVD seine Premiere. Der Silberling empfiehlt sich mit seiner ausgewogenen Bildqualität, der anständigen Abmischung und immerhin einigen Einblicken in die Dreharbeiten.

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