Tricks

Test

Ridley Scotts charmante filmische Adaption von Eric Garcias Romanvorlage

Mit dem Sci-Fi-Schocker "Alien" und dem Cyberpunk-Abenteuer "Blade Runner" avancierte der 1937 geborene Brite Ridley Scott Ende der siebziger Jahre zu einem der gefragtesten Regisseure. Mit "Thelma und Louise" lieferte er 1991 einen Klassiker des Roadmovies. Einer Reihe von Fehlschlägen wie z.B. "1942: Die Eroberung des Paradieses" (1992) oder "Die Akte Jane" (1997) folgten Filme wie das erfolgreiche Historien-Epos "Gladiator" (2000) oder der umstrittene "Black Hawk Down" (2001). Neue Wege beschritt Scott 2003 mit "Tricks" -- seiner ersten Komödie, die dennoch seinen typischen dunklen, depressiv angehauchten Stil erkennen lässt.

Nicolas Cage spielt den neurotischen Trickbetrüger Roy, der mit seinem Partner Frank (Sam Rockwell) ausgeklügelte Gaunereien abzieht. Ein Problem bei ihren Aktivitäten ist Roys ausgeprägter Putzfimmel, in den er durch seine Platzangst immer wieder verfällt.

Eine leichte Besserung seines Problem erfährt Roy, als er seine 14-jährige Tochter Angela (Alison Lohman) wieder trifft, die er samt der Mutter noch vor Angelas Geburt verlassen hatte. Doch sein neuer Lebensstil als Vater beeinträchtigt nach und nach seinen Job, bis schließlich der bislang größte Coup aufzufliegen droht.

Bild und Ton der Scheibe sind gelungen. Bei den Extras wartet ein sehr ausführliches, deutsch untertiteltes Making of auf den Interessierten, in dem die Beteiligten vom Regisseur bis hin zum Security-Beauftragten jede Menge Hintergrundinfos über die Dreharbeiten liefern. Sehr interessant sind dabei die unkommentierten Mitschnitte der Vor-Produktionsbesprechungen, die einen echten Einblick in den Prozess einer Filmproduktion gewähren.

Was in dem immerhin über einstündigem Making of nicht angesprochen wurde, geben Ridley Scott und die Autoren Ted und Nicholas Griffin schließlich im informativen und unterhaltsamen Audiokommentar preis. Leider setzt dieses Special Feature fundierte Englischkenntnisse voraus, denn auf deutsche Untertitel verzichtete Anbieter Warner.MS

Fazit

Film-Check: Charmante Komödie, bei der bis auf den allzu moralischen Schluss keine Film- minute verschwendet ist. Story und Charaktere kommen glaubhaft rüber, Nicolas Cage ist absolut sehenswert. Kennt man allerdings schon einige Gauner-Filme, erweist sich der Showdown als weniger überraschend als beabsichtigt. Dennoch verdient sich die gelungene Buchadaption:
DVD-Fazit: Grandios gespielter und in der Tradition prominenter Gauner-Streifen souverän umgesetzter Film auf einer ordentlichen DVD. Die Extras liefern interessante Einblicke in die Entstehung eines Films im Allgemeinen und die Arbeitsweise von Ridley Scott im Speziellen. Das Bild der Scheibe ist gelungen, der Sound zwar nicht überragend, aber für das Geschehen ausreichend.

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