Deckung, Zerstörung, Exterminatus: So kämpft Total War in 40k

Special Tanja Barth
Deckung, Zerstörung, Exterminatus: So kämpft Total War in 40k
Quelle: Creative Assembly

Auf den Schlachtfeldern von Total War: Warhammer 40k dürfte es deutlich anders zur Sache gehen als in früheren Serienteilen. Statt klassischer Formationen stehen diesmal Deckung, Zerstörung, Orbitalschläge und sogar die Vernichtung ganzer Planeten im Mittelpunkt.

Während die Kampagne also den großen Krieg um ganze Sternensysteme abbilden soll, wird es auf den einzelnen Schlachtfeldern deutlich handfester. Und genau dort muss Total War: Warhammer 40k vermutlich am stärksten von der bekannten Serienformel abweichen.

Denn Warhammer 40.000 ist kein Setting, in dem sich zwei Armeen gemütlich in Reih und Glied gegenüberstellen. Hier geht es um Deckung, schwere Waffen, zerstörbare Umgebung, Angriffe aus dem Orbit und im schlimmsten Fall gleich um die komplette Vernichtung eines Planeten. Creative Assembly muss also nicht nur größere Karten bauen, sondern auch Schlachten, die sich wirklich nach dem 41. Jahrtausend anfühlen.

Planeten, Biome und Schlachtfelder

Jedes Sternensystem soll aus mehreren Planeten bestehen. Diese Welten unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch durch ihre Biome und Zivilisationstypen. Genannt wurden unter anderem trockene Welten, Eiswelten, Ödland und gemäßigte Gebiete. Dazu kommen verschiedene Planetentypen wie Makropolwelten, Agrarwelten, Bergbauwelten, Festungswelten oder Grenzwelten.

In dicht bebauten Städten den Überblick über das Schlachtfeld zu behalten, könnte tatsächlich zur echten Herausforderung werden. Quelle: Creative Assembly In dicht bebauten Städten den Überblick über das Schlachtfeld zu behalten, könnte tatsächlich zur echten Herausforderung werden. Das dürfte sich direkt auf die Schlachtfelder auswirken. Eine eisige Festungswelt spielt sich schließlich ganz anders als eine dicht bebaute Makropolwelt voller Industrieanlagen, Straßenschluchten und Deckungsmöglichkeiten. Genau hier könnte Total War: Warhammer 40k viel Abwechslung aus dem Setting ziehen.

Die Karten sollen größer und vielfältiger ausfallen als in bisherigen Total-War-Spielen. Außerdem gibt es mehr Aufstellungszonen, sodass Schlachten nicht immer nach dem klassischen Muster von links nach rechts oder von vorn nach hinten ablaufen müssen. Das soll die Gefechte dynamischer machen und vor allem den Wiederspielwert steigern.

Wenn Creative Assembly diese Vielfalt konsequent nutzt, könnten sich Feldzüge nicht nur durch die Fraktion, sondern auch durch die jeweiligen Welten deutlich anders anfühlen. Und genau das wäre für ein Spiel, das den Krieg um ganze Sternensysteme abbilden will, enorm wichtig.

Deckung und zerstörbares Gelände

Ein großer Unterschied zu früheren Total-War-Spielen ist das neue Deckungssystem. Einheiten können Deckung nutzen und offenbar auch Gebäude besetzen. Das erinnert deutlich stärker an klassische Echtzeitstrategie wie Dawn of War als an die gewohnten Total-War-Schlachten, in denen sich Armeen meist in breiten Formationen gegenüberstehen.

Obwohl es auf dem Schlachtfeld ordentlich chaotisch zugehen dürfte, will Creative Assembly das Interface möglichst übersichtlich und leicht verständlich halten. Quelle: Creative Assembly Obwohl es auf dem Schlachtfeld ordentlich chaotisch zugehen dürfte, will Creative Assembly das Interface möglichst übersichtlich und leicht verständlich halten. Dazu kommt: Die Umgebung ist zerstörbar. Gebäude, Wälder und andere Geländeobjekte können vernichtet werden. Das sieht nicht nur spektakulär aus, sondern kann auch spielerisch richtig wichtig werden. Wenn der Gegner sich in einem Wald verschanzt oder ein Gebäude als Deckung nutzt, muss man damit offenbar nicht einfach leben.

Dann wird das Problem eben mit Artillerie, schweren Waffen oder einem freundlichen Gruß aus dem Orbit gelöst. Willkommen im 41. Jahrtausend, in dem Landschaftsplanung auch mal mit Explosivgeschossen erledigt wird.

Orbitalbombardements und Exterminatus

Natürlich darf in einem Warhammer-40k-Spiel der Wahnsinn aus dem Orbit nicht fehlen. Orbitale Bombardements sind bestätigt und sollen sich teilweise sogar direkt steuern lassen. In Entwicklergesprächen war etwa davon die Rede, eine orbitale Lanze über das Schlachtfeld zu ziehen. Wenn Creative Assembly das richtig inszeniert, könnte das optisch eines der großen Highlights der Schlachten werden.

EXTERMINATUS! Während die Space Marines den Orbit einer Makropolwelt erreichen, ist im Hintergrund zu sehen, wie ein Planet endgültig vernichtet wird. Quelle: Creative Assembly EXTERMINATUS! Während die Space Marines den Orbit einer Makropolwelt erreichen, ist im Hintergrund zu sehen, wie ein Planet endgültig vernichtet wird. Noch eine Nummer extremer ist der bestätigte Exterminatus. Für Warhammer-40k-Fans ist das nicht einfach irgendein Angriff. Der Exterminatus ist eine echte Legende des Settings und längst so ikonisch, dass er bis heute in unzähligen Memes weiterlebt. Gemeint ist damit die vollständige Vernichtung eines Planeten, wenn aus Sicht des Imperiums wirklich nichts mehr zu retten ist.

Im Spiel soll der Exterminatus allerdings keine Aktion sein, die man mal eben nebenbei auslöst. Creative Assembly hat bereits angedeutet, dass dieser Schritt teuer ist und nicht ständig eingesetzt werden kann. Das ergibt auch Sinn. Wenn Spieler alle paar Runden Planeten ausradieren könnten, wäre die Galaxie vermutlich schneller leer, als ein Inquisitor "Ketzer!" rufen kann.

Trotzdem: Die Möglichkeit, einen Planeten dauerhaft von der Karte zu löschen, ist schon sehr Warhammer 40.000. Und wenn selbst normale orbitale Bombardements bereits spektakulär aussehen sollen, dürfte der Exterminatus noch einmal eine ganz andere Hausnummer werden. Das ist der Stand der Dinge, soweit wir ihn bisher kennen. Offen bleiben aber noch einige spannende Fragen, und genau um die geht es auf der nächsten Seite.

  1. Seite 1 Total War: Warhammer 40k: Das wissen wir über Release, Fraktionen und Gameplay
  2. Seite 2 Total War in 40k: Welche Fraktionen sind zum Start dabei?
  3. Seite 3 Die Story: Krieg im 41. Jahrtausend
  4. Seite 4 Deckung, Zerstörung, Exterminatus: So kämpft Total War in 40k
  5. Seite 5 Total War: Warhammer 40k: Zwischen Wunsch-Feature und Fan-Erwartung
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