Zum Start schickt Total War: Warhammer 40k vier Fraktionen ins Rennen. Wir schauen uns an, wer dabei ist, wie sie sich spielen könnten und warum Chaos-Fans erst einmal stark sein müssen.
Zum Launch soll Total War: Warhammer 40k mit vier Fraktionen starten. Der Anfang fällt also schon mal recht ordentlich aus, auch wenn natürlich jetzt schon klar ist, dass viele Fans sofort nach ihren persönlichen Lieblingsfraktionen fragen werden.
In diesem Artikel
- Seite 1 Total War: Warhammer 40k: Das wissen wir über Release, Fraktionen und Gameplay
- Seite 2 Total War in 40k: Welche Fraktionen sind zum Start dabei?
- Seite 3 Die Story: Krieg im 41. Jahrtausend
- Seite 4 Deckung, Zerstörung, Exterminatus: So kämpft Total War in 40k
- Seite 5 Total War: Warhammer 40k: Zwischen Wunsch-Feature und Fan-Erwartung
- Seite 6 Bildergalerie
Space Marines
Die Space Marines sind die Elitekrieger des Imperiums. Genetisch verbessert, schwer gepanzert und extrem tödlich. Im Spiel dürften sie eher auf kleinere, dafür besonders starke Einheiten setzen. Masse ist hier nicht der Punkt. Präzision, Härte und Schlagkraft schon.
Interessant ist auch der Unterschied zu Dawn of War 4. Während das neue Strategiespiel von King Art Games auf dem Schlachtfeld offenbar sogar ganz große Warhammer-40k-Legenden wie Lion El'Jonson, den Primarchen der Dark Angels, auffährt, geht Total War: Warhammer 40k wohl einen etwas anderen Weg.
Quelle: Creative Assembly
Space Marines sind ein echter 40k-Klassiker und dürfen in keinem Spiel zum düsteren Sci-Fi-Universum fehlen.
Statt direkt einen Primarchen zu steuern, sollen Spieler offenbar einen eigenen Space-Marine-Captain erstellen und anpassen können. Dazu gehören wohl Ausrüstung und Ordenszugehörigkeit. Es bleibt also nicht zwangsläufig bei den allgegenwärtigen Ultramarines oder Dark Angels. Wer möchte, kann vermutlich auch einen eigenen Orden aus dem Tabletop gedanklich ins Spiel übertragen. Für Warhammer-Fans ist das natürlich ein reizvoller und fantastischer Gedanke.
Orks
Die Orks sind genau das, was man erwartet: laut, brutal, chaotisch und so zahlreich, dass sie über fast alles hinwegrollen, was sich ihnen in den Weg stellt. Sie leben für den Krieg und werfen sich in riesigen Horden auf den Gegner. Mit Ghazghkull Thraka wurde zudem bereits einer der bekanntesten Ork-Anführer als Charakter bestätigt.
Quelle: Creative Assembly
Wie die Space Marines gehören auch die Orks fest zu Warhammer 40.000. Sie sind laut, zerstörungswütig und rollen mit roher Gewalt über alles hinweg, was sich ihnen in den Weg stellt.
Wenn Creative Assembly die Orks richtig umsetzt, dürfte diese Fraktion vor allem für Spieler spannend werden, die gerne mit Masse, Chaos und völlig überdrehten Kriegsmaschinen arbeiten. Besonders neugierig sind wir auf das WAAAGH!-System. Orientiert sich Creative Assembly hier technisch am Fantasy-Ableger? Oder bekommt die 40k-Version eine eigene Lösung, die besser zu Boltern, Panzern und rostigen Ork-Konstruktionen passt?
So oder so: Bei den Orks steckt viel Potenzial drin. Und wenn am Ende genug Krach, Geschwindigkeit und bekloppte Zerstörung auf dem Schlachtfeld landen, dürfte diese Fraktion schnell zum Fanliebling werden.
Aeldari
Die Aeldari sind im Grunde die Space-Elfen von Warhammer 40.000: uralt, technologisch extrem weit entwickelt und einst eine der mächtigsten Zivilisationen der Galaxie. Diese Zeiten sind allerdings längst vorbei. Heute sind sie ein Volk am Abgrund, das sich keine endlosen Materialschlachten leisten kann.
Quelle: Creative Assembly
Die Aeldari verlassen sich im Kampf nicht auf Masse, sondern auf Tempo, Hightech und gefährliche psionische Fähigkeiten.
Genau das macht sie spielerisch so interessant. Die Aeldari sind schnell, elegant und gefährlich, aber eben keine Fraktion, die einfach Truppenmassen in den Fleischwolf wirft. Laut Creative Assembly sollen sie sich deutlich anders spielen als alles, was das Studio bisher entworfen hat.
Der Fokus dürfte auf Mobilität, Präzision, exotischer Technologie und dem Einsatz des Webways liegen, der im Deutschen auch als Netz der Tausend Tore bekannt ist. Statt jede Schlacht frontal anzunehmen, könnten die Aeldari darauf ausgelegt sein, Kämpfe zu umgehen, Schwachstellen auszunutzen und genau dort zuzuschlagen, wo es dem Gegner richtig wehtut.
Der Reiz dieser Fraktion dürfte also darin liegen, mit wenigen Personen- und Materialressourcen clever umzugehen. Besonders spannend wird, wie Creative Assembly psionische Fähigkeiten, Runenleser und vielleicht sogar Kristallsänger ins Spiel überträgt. Welcher legendäre Aeldari-Held am Ende das Ruder übernimmt, ist bisher allerdings noch nicht bekannt.
Astra Militarum
Da Space Marines im Imperium trotz all ihres Ruhmes eher selten sind, bildet das Astra Militarum das eigentliche militärische Rückgrat der Menschheit. Es ist die riesige Armee des Imperiums: Soldatenmassen, Panzer, Artillerie und eiserne Disziplin.
Wo die Space Marines als Elitekrieger auftreten, bringt das Astra Militarum die schiere Masse imperialer Kriegsführung auf das Schlachtfeld. Hier geht es nicht um glänzende Heldentaten einzelner Supersoldaten, sondern um Grabenkämpfe, Feuerwalzen und Armeen, die im Zweifel auf Verschleiß gefahren werden. Die Lebenserwartung eines imperialen Soldaten ist entsprechend oft erschreckend kurz.
Quelle: Creative Assembly
Die Imperiale Armee ist das militärische Rückgrat des Imperiums: unzählige Soldaten, schwere Panzer und Artillerie, die ganze Schlachtfelder umpflügt.
Spielerisch könnte das Astra Militarum damit eine Art Gegenstück zu den Orks bilden. Beide Fraktionen setzen auf Masse, aber auf vollkommen unterschiedliche Weise: Die Orks kommen laut, chaotisch und mit rostigen Kriegsmaschinen angerollt, während das Astra Militarum mit Disziplin, Panzern, Artillerie und Befehlsketten arbeitet.
Kommissar Yarrick wurde ebenfalls als Charakter bestätigt, was besonders gut passt, weil sein Schicksal eng mit Ghazghkull Thraka verbunden ist. Die Rivalität zwischen dem Astra Militarum und den Orks dürfte also eine wichtige Rolle spielen.
Wo bleiben die Chaos Space Marines?
Eine der naheliegendsten Fragen lautet natürlich: Wo ist Chaos? Zum Start werden die Chaos Space Marines leider nicht spielbar sein. Creative Assembly hat aber bereits bestätigt, dass Chaos später Teil der Pläne ist. Das ist auch wichtig, denn im Warhammer-40k-Universum gehört Chaos praktisch zum Inventar. Ohne Verräterlegionen, Dämonen und finstere Götter fühlt sich die Galaxie eben nur halb so verdorben an.
Quelle: Creative Assembly
Space Marines sind cool, keine Frage. Trotzdem vermissen viele Fans das offensichtliche Gegenstück: die Chaos Space Marines.
Der vorsichtige Umgang damit dürfte auch mit der Vergangenheit zusammenhängen. Beim ersten Total War: Warhammer musste Creative Assembly ordentlich Kritik einstecken, weil Chaos damals als Vorbesteller-DLC angeboten wurde. Dieses Mal scheint man vermeiden zu wollen, direkt wieder in dieselbe Falle zu laufen.
Schade ist es natürlich trotzdem. Abaddon und die Black Legion, Huron Schwarzherz und seine Roten Korsaren oder auch die klassischen Verräterlegionen haben unter 40k-Fans viele Anhänger. Entsprechend bedauern viele Spieler, dass sie sich zum Start nicht mit Chaos Space Marines in die erste große Schlacht von Total War: Warhammer 40.000 stürzen dürfen.
Eine kleine gute Nachricht gibt es aber immerhin am Rande: Blut- und Gore-Effekte sollen dieses Mal nicht als separater DLC verkauft werden, sondern direkt im Basisspiel enthalten sein. Für Total-War-Fans, die diese Zusatzkäufe aus früheren Teilen leid waren, ist das zumindest eine gute Nachricht. Damit sind die Fraktionen geklärt, doch der nächste spannende Punkt wartet schon: Auf der nächsten Seite geht es um Story, Kampagne und die großen Kriegsschauplätze von Total War: Warhammer 40k.
- Seite 1 Total War: Warhammer 40k: Das wissen wir über Release, Fraktionen und Gameplay
- Seite 2 Total War in 40k: Welche Fraktionen sind zum Start dabei?
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