Test der Wii-Version: Passen Agentenalltag und Wii-Remote zusammen?
Überredungskünstler: Die Terroristen fangen sofort an zu singen, wenn Sie sie im Koop-Modus zu zweit bearbeiten. (Wii)
Nachdem die neueste Splitterzelle bereits für alle erdenklichen Heimkonsolen und den PC erschienen ist, legt Ubisoft nun mit etwas Verspätung eine Version für Wii nach. Die gute Nachricht: Diese Fassung orientiert sich am GameCube-"Double Agent". Das heißt, Sie müssen sich nicht wie auf der Xbox360 mit einer schwer zugänglichen Story herumärgern. Halbherzige Next-Gen-Neuerungen bleiben Ihnen ebenfalls erspart. Die schlechte Nachricht: Mit Nunchuk und Fernbedienung schleicht es sich nur halb so gut.
Schwing ihn, Sammy
Spielerisch hat sich nichts geändert. In seinem vierten Leisetreter-Abenteuer macht Fisher auf Doppelagent. Er muss nicht mehr nur Aufträge für den Geheimdienst erledigen, sondern auch für eine Terroristenbande. Im Spielverlauf kommt es deshalb zu einigen Situationen, in denen Sie sich für eine der beiden Seiten entscheiden müssen. Lassen Sie ein Kreuzfahrtschiff in die Luft gehen, oder manipulieren Sie den Bombenzünder -- und riskieren, dadurch aufzufliegen? Ihre Entscheidungen wirken sich nicht nur auf den aktuellen Auftrag aus, sie beeinflussen sogar den Ausgang der gesamten Mission!
Quelle: www.ubisoft.com
Optische Hilfe: Sobald Sie die Wiimote ein Stück aus der Bildmitte herausbewegen, taucht ein kleines Dreieck auf. Anhand des Symbols sehen Sie, in welche Richtung die Kamera fährt. (Wii)
Auf Wii haben Sie allerdings mit mehr als moralischen Entscheidungen und KI-Terroristen zu kämpfen. Hier sind es vor allem Wiimote und Nunchuck, die Ihnen das Agentenleben schwer machen. Wollen Sie, dass Sammy springt, schwingen Sie den Knüppel nach oben. Soll Ihr Agent sich an eine Wand lehnen, dann schwenken Sie das Nunchuk nach rechts beziehungsweise links. Das gelingt noch recht problemlos. Anders sieht's da schon bei der Kamerakontrolle aus. Um das virtuelle Auge zu justieren, richten und halten Sie die Fernbedienung auf die Bildschirmmitte. Wollen Sie nach links blicken, müssen Sie Folgendes tun: Sie bewegen die Remote langsam in die entsprechende Richtung, bis der Blickwinkel stimmt. Jetzt fahren Sie die Wiimote wieder behutsam in die Mitte des Bildschirms und halten sie in dieser Position -- bis Sie wieder nachjustieren müssen. Dummerweise kommt das ständig vor und ist auf Dauer ziemlich nervig. Zudem sorgen das Ruhighalten und die langsamen Bewegungen schnell für einen steifen Arm. Und den kann ein Superspion nicht gebrauchen!
