Thunderbirds

Test

Regisseur Jonathan Frakes ersetzt die Marionetten der TV-Serie durch Bill Paxton und Sir Ben Kingsley

Im Jahr 2065 wird die Erde von der "International Rescue"-Organisation beschützt. Der Chef der privaten Agententruppe ist der Milliardär und Ex-Astronaut Jeff Tracy (Bill Paxton).

Mit seinen vier Söhnen und den aus einer Rakete, einem Rettungsshuttle, einem U-Boot, einem Raumschiff und einer Weltraumstation bestehenden "Thunderbirds" eilt der Familien-Clan in Not geratenen Menschen zu Hilfe. Alan (Brady Corbet), der jüngste Spross, darf bei den gefährlichen Einsätzen leider nicht dabei sein. Das ändert sich, als der Verbrecher "The Hood" (Sir Ben Kingsley) die Weltraumstation und die Zentrale der Thunderbirds in seine Gewalt bringt.

Also liegt es nun an Alan und seinen Freunden Tintin (Vanessa Anne Hudgens) und Fermat (Soren Fulton), den teuflischen Plan von "The Hood" zu vereiteln. Unterstützung findet das Trio in der kampferprobten, reizenden Lady Penelope (Sophia Myles) ...

Perspektive getauscht

Mit der Realverfilmung der britischen 60er-Jahre-Puppenserie "Thunderbirds" erfüllte sich der als U.S.S. Enterprise-Offizier William T. Riker bekannte Jonathan Frakes einen Traum. Als Filmemacher landete er bereits 1996 mit seinem Debüt "Star Trek: Der erste Kontakt" einen Erfolg.

Der deutsch untertitelte Regiekommentar der DVD verrät, wie viel Freude Frakes bei der Arbeit hatte und liefert viele interessante Hintergrundinfos und witzige Details zu den Dreharbeiten. Unter anderem verweist Frakes auch auf Cameos, bei denen er (1:19:37) und seine Ehefrau Genie Francis (0:05:13) zu sehen sind.

Dazu kommen fünf deutschsprachige kurzweilige Featurettes, die zwar nicht mit den Originalsynchronstimmen aufwarten, aber zumindest einen aufschlussreichen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Weiterhin sind kurze Interviews mit Cast & Crew-Mitgliedern geboten.

Die Kauf-DVD von Universal beinhaltet zudem das PC-Spiel "Dr. Brain". Für Fans ist die Geschenk-Box reizvoll, die neben dem Film und dem Spiel auch eine Landkarte von Tracy Island sowie die fünf Thunderbirds-Vehikel enthält.MN n

Fazit

Film-Check: Mit "Thunderbirds" lieferte Jonathan Frakes einen poppigen und kindgerechten Action-Streifen ab. Aber auch Erwachsene, die z.B. an "Spy Kids" ihre Freude hatten, dürften dank der aufwändigen Optik und den gelungenen Special Effects ihren Spaß haben. An den Charme der gleichnamigen TV-Serie kommt der Streifen jedoch nicht heran.
DVD-Fazit: An den Kinokassen ungeachtet der prominenten Besetzung gefloppt, kommt der knallbunte, aber inhaltlich doch sehr seichte Kinderfilm auf einer überaus ordentlichen DVD in den Handel. Während die Kids ihren Spaß an den gleichaltrigen Helden haben, freuen sich die Großen über die gut umgesetzte Technik und den informativen Regiekommentar.

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