Nach Gaming, jetzt auch Kino: Disney sorgt für Entlassungen bei Pixar - trotz des anstehenden Milliardenerfolgs im Kino

News Tobias Tengler-Boehm
Nach Gaming, jetzt auch Kino: Disney sorgt für Entlassungen bei Pixar - trotz des anstehenden Milliardenerfolgs im Kino
Quelle: Pixar

Pixar feiert erneut einen Triumph im Kino. Doch Disney zerstört die Freude über den Milliardenerfolg mit Entlassungen.

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Ein ruhmreiches und legendäres Filmstudio hat eine Durststrecke mit mehreren aufeinanderfolgenden Flops überstanden und sorgt seither erneut für Milliardenerfolge an den internationalen Kinokassen. Und dennoch werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Exakt das passiert gerade bei Pixar. Und Disney liefert dazu einen eher nichtssagenden Grund.

Neuer Pixar-Film im Kino: Ist Toy Story 5 erfolgreich?

Diese Reihe ist noch lange nicht totgenudelt: Mit Toy Story 5 gelingt dem Animationsstudio Pixar (Findet Nemo, Ratatouille, Cars) erneut ein Milliardenerfolg. Zumindest kann man bei einem aktuellen Einspielergebnis von 960 Millionen US-Dollar ziemlich sicher davon ausgehen, dass die Fortsetzung die magische Grenze von 1 Milliarde US-Dollar an den internationalen Kinokassen durchbrochen wird.

Das gelang Pixar zuletzt 2024. Alles steht Kopf 2 wurde der bis dato erfolgreichste Animationsfilm in der Geschichte Hollywoods. Ganz so erfolgreich ist Toy Story 5 zwar nicht, aber dennoch handelt es sich beim Sequel um eine echte Erfolgsgeschichte. Doch die Freude über diesen Triumph dürfte bei Pixar mittlerweile ziemlich verflogen sein.

Auch Pixar betroffen: Disney entlässt Mitarbeiter und liefert den Grund

Wie kürzlich bekannt wurde, hat Disney zahlreiche Mitarbeitende in den Bereichen TV und Kino entlassen. Was die Kino-Sparte anbelangt, traf es laut Berichten in erster Linie Pixar. Insgesamt wurden mehrere Hundert Angestellte darüber informiert, dass sie gefeuert wurden. Die Begründung hierzu liest sich wie folgt:

"In den letzten Monaten haben wir uns mit Möglichkeiten befasst, wie wir unsere Abläufe in verschiedenen Teilen des Unternehmens optimieren können, um sicherzustellen, dass wir die erstklassige Kreativität und Innovation liefern, die unsere Fans von Disney schätzen und erwarten. Angesichts der Schnelllebigkeit unserer Branchen sind wir dazu gezwungen, ständig zu prüfen, wie wir eine flexiblere und technologisch kompetentere Belegschaft fördern können, um die Bedürfnisse von morgen zu erfüllen". Dieses wenig konkrete Statement des erst kürzlich zum Disney-CEO ernannten Managers Josh D'Amaro lädt unweigerlich zu Spekulationen ein.

Bei Formulierungen wie "Schnelllebigkeit der Branchen" und "flexiblere und technologisch kompetentere Belegschaft" muss man fast zwangsläufig an das Thema KI denken. Es ist zwar eher nicht zu befürchten, dass künftige Animationsfilme von Pixar durch künstliche Intelligenz erstellt werden, dennoch wird die KI Arbeitsabläufe und Arbeitsschritte immer weiter vereinfachen. Auch darf man eine wichtige Sache an dieser Stelle nicht verschweigen.

Neben Milliardenerfolgen wie (wohl schon bald) mit Toy Story 5, gibt es auch immer wieder Filme, die enttäuschen. Erst letztes Jahr legte Pixar mit Elio erneut einen waschechten Flop hin. Alles spekulativ auf die KI zu schieben, wäre an dieser Stelle zu einfach. Pixar war vor wenigen Jahren in einer weitaus prekäreren Situation. Aufgrund zahlreicher Misserfolge wurde sogar das Geschäftsmodell mit abendfüllenden Kinofilmen infragegestellt. Man kann fast schon froh sein, dass das Animationsstudio das Ruder herumreißen konnte und immer noch in dieser Form existiert. Das alles hilft den entlassenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern freilich wenig.

Quelle: Variety

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