The Ship im Test

Test Susanne Braun

Meucheln, mördern, murksen, massakrieren: In The Ship sind wir Jäger und Gejagter in einem.

Wir bereiten unserem Opfer einen flammenden Tod: Waffen wie Baseballschläger und Brieföffner finden wir überall auf dem Schiff. Wir bereiten unserem Opfer einen flammenden Tod: Waffen wie Baseballschläger und Brieföffner finden wir überall auf dem Schiff. Das Online-Mörderspiel The Ship sorgt dafür, dass die Redaktionskollegen rückwärts aus dem Raum gehen und schnell um die Ecken huschen. Denn sie leiden unter Verfolgungswahn. Zu Recht, denn in The Ship spielen wir gleichzeitig Jäger und Opfer. Während wir an Bord der acht Schiffe unsere Opfer erschlagen, erschießen oder in Brand stecken, hat uns schon jemand auf dem Kieker.

Die grosse Auswahl

Wenn wir uns über Steam auf einem der zahlreichen 32-Mann-Server eingewählt haben, bekommen wir ein Opfer zugewiesen, das wir möglichst mit einer seltenen Waffe umbringen. Denn das bringt richtig Kohle. Also klauen wir uns aus zahllosen Schränken und Koffern ein beachtliches Waffenarsenal zusammen. Ein Druck auf die Taste M verrät, welche Waffe grade die gefragteste ist.

Unser Opfer ist derweil nicht untätig und bewegt sich quer durch das Schiff. Seine Position wird uns neben dem Namen des Passagiers angezeigt und alle 30 Sekunden aktualisiert, damit wir nicht komplett planlos über den Kahn eiern.

Gehen Sie nicht über Los

Nach kurzer Suche haben wir uns an unser Opfer herangeschlichen und zücken einen Schaufensterpuppenarm, um zuzuschlagen -- da ertönen Alarmglocken. Mist, wir haben unsere Waffe in einem überwachten Raum gezogen. Das erkennen wir an dem roten Auge über unserem Opferporträt. Und Gewalt sieht das Schiffspersonal nicht gerne. Wir landen ohne Waffen im Knast, nachdem wir eine saftige Geldstrafe zahlen mussten.

Das hat auch seine Vorteile: Im Gefängnis können wir in Ruhe essen, schlafen, aufs Klo gehen oder lesen, ohne dass wir Mordanschläge fürchten müssen. Diese Bedürfnisse müssen wir nämlich erfüllen, wie bei den Sims. Denn sind wir beispielsweise müde, wird unser Charakter langsamer. Und das können wir uns auf der Flucht vor unserem Mörder nicht leisten.

Online-Massaker

Wenn wir die Waffenliste aufrufen, sehen wir gleich, für welche Tatwaffe es die höchste Prämie gibt. Derzeit sind Hiebwaffen gefragt. Wenn wir die Waffenliste aufrufen, sehen wir gleich, für welche Tatwaffe es die höchste Prämie gibt. Derzeit sind Hiebwaffen gefragt. The Ship gibt es seit April über Steam. Warum also die deutsche Version im Laden kaufen? Das deutsche Mörderspielchen enthält einen Solospieler-Modus, der für Einsteiger geeignet ist. Spaßiger sind die vier Online-Modi wie Duell, Jagd, Eliminierung und Todeskampf. Blöd allerdings, dass sich in den 30-Minuten-Partien oft nur vier Leute gegenseitig massakrieren, da sich die wenigen Spieler auf zu vielen Servern verteilen. Zudem läuft das Spiel recht langsam ab, da wir uns bis auf kurze Sprints nur behäbig bewegen.

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