Review: The Marsh - Der Sumpf

Test Simone Neus

Vom Seriendarsteller zum Regisseur: Überzeugt Jordan Barkers Grusel-Mär -- oder verschwindet sie in der Versenkung?

Welches Geheimnis verbirgt der Chefredakteur der Lokalzeitung, Noah (Justin Louis)? Welches Geheimnis verbirgt der Chefredakteur der Lokalzeitung, Noah (Justin Louis)? Beruflich muss sich die erfolgreich als Kinderbuchautorin tätige Claire Holloway (Gabrielle Anwan, "Der Duft der Frauen") keine Sorgen machen. Im Privatleben hingegen wird sie regelmäßig von bizarren, dabei äußerst realistisch wirkenden Alpträumen geplagt. Im Mittelpunkt dieser Visionen stehen ein verlassenes Farmhaus, ein unheimlicher Sumpf und ein mysteriöses blondes Mädchen. Zufällig erkennt Claire eines Tages das geheimnisvolle Anwesen in einer TV-Sendung wieder. Sie beschließt, sich ihren Ängsten zu stellen und eine Weile dort zu wohnen.

Review: The Marsh - Der Sumpf Schon in der ersten Nacht merkt sie, dass es in dem Gebäude nicht mit rechten Dingen zugeht: Das Büro verwandelt sich in ein Kinderzimmer, in dem sich einst etwas Schreckliches zugetragen haben muss. Um den Vorgängen auf die Spur zu kommen, engagiert die junge Frau den Geisterspezialisten Hunt (Forest Whitaker, "Der letzte König von Schottland"). Er vermutet, dass die Gründe für den Spuk in Claires Vergangenheit liegen.

Glorreiche Moorleiche

Hunt (Forest Whitaker) und Claire (Gabrielle Anwan) wissen nicht mehr weiter Hunt (Forest Whitaker) und Claire (Gabrielle Anwan) wissen nicht mehr weiter Mit einer Gastrolle in der TV-Serie "Queer as Folk" (2001) begann Jordan Barkers Karriere im Filmgeschäft. Nach weiteren kleinen Nebenrollen im amerikanischen Fernsehen wechselte er mit der US-kanadischen Co-Produktion "My Brother’s Keeper" (2004) schließlich ins Regiefach. Im Making of der DVD lässt er sich bei der Arbeit über die Schulter blicken.

Hier berichtet der Filmemacher stolz: "Ich wollte einen sanften Horrorthriller inszenieren. Dass ich mit einer solch tollen Besetzung wie Gabrielle Anwar, Justin Louis und Forest Whitaker arbeiten durfte, hatte ich eigentlich kaum zu träumen gewagt." Neben weiteren Interviews mit Cast & Crew darf man sich auch ein animiertes Storybord und das 23 m2 große Kunst-Moor zu Gemüte führen.

Fazit

Film-Check: Regisseur Jordan Barkers erster Ausflug ins Horror-Gefilde kann sich durchaus sehen lassen. Die Story über ein Spukhaus und gequälte Geisterseelen ist zwar nicht sehr originell, Gabrielle Anwar und Forest Whitaker geben dafür in dem weitgehend gemächlich inszenierten Grusel-Thriller ihr Bestes.
An den passend platzierten und recht effizienten Schockmomenten sowie den sehenswerten CGI-Effekten der für neun Millionen Dollar gedrehten Produktion gibt es kaum etwas auszusetzen. Horror-Fans haben mit diesem kommerziellen, nach bewährtem Muster ablaufenden, aber dennoch einigermaßen wirkungsvollen Genre-Vertreter ihre Freude. DVD-Fazit: "The Marsh" feiert hierzulande direkt auf DVD seine Premiere. Die Disc punktet mit einer stimmungsvollen und dynamischen Vertonung. Die nur mittelmäßige Bildqualität und die mageren Extras mindern das Vergnügen etwas.

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