Selbstzerstörung oder brillantes Method Acting? Christian Bale verlor für seine Rolle 30 Kilogramm
Aus unerklärlichen Gründen findet der Fabrikarbeiter Trevor Reznik (Christian Bale) seit knapp einem Jahr keinen Schlaf mehr. Die Folgen sind nicht zu übersehen. Augenringe so tief wie der Marianengraben und bis auf die Knochen abgemagert, ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Dennoch scheint ihn das nicht großartig zu kümmern.
Trevors konstruierte heile Welt bricht zusammen, als er an einer Maschine einen Unfall versacht, bei dem ein Kollege (Michael Ironside) einen Arm verliert. Seitdem verfolgt ihn ein geheimnisvoller Mann, der sich Ivan (John Sharian) nennt. Zunächst vermutet Trevor eine Verschwörung oder einen schlechten Scherz seiner Kollegen. Dem Wahnsinn nahe, versucht er verzweifelt, die Bruchstücke seiner Psyche zusammenzusetzen. Dabei stößt er auf eine Wahrheit, die schlimmer ist als jeder Albtraum ...
Brotlose Kunst?
Für die ungewöhnliche Rolle des Trevor Reznik nahm der damals dreissigjährige Christian Bale ("Batman Begins") bereitwillig eine lebensbedrohliche Diät in Kauf. "Meine tägliche Ration bestand in der Regel aus ein wenig Kaffee und einem Apfel, sofern mir danach war", erinnert sich der Schauspieler. Innerhalb weniger Wochen hungerte er sich so auf nur 54 Kilogramm herunter.
Vorschläge von Freunden und Kollegen, den abgemagerten Körper mit Hilfe von Computereffekten zu erschaffen, lehnte er entschieden ab. Bale wollte sich der Herausforderung und der damit verbundenen Gefahr zur Selbstverstümmelung stellen. Mit Erfolg. Das Resultat ist eine beängstigend authentisch wirkende Charakterstudie, die gleichermaßen fasziniert wie schockiert.
