DVD-Review: The Good Shepherd (Code 1)

Test Toni Opl

Hollywood-Legende Robert De Niro thematisiert in seiner dritten Regiearbeit die Entstehungsgeschichte der CIA.

DVD-Review: The Good Shepherd (Code 1) THRILLER Die USA im Jahr 1939: Der Yale-Student Edward Wilson (Matt Damon) tritt in die elitäre Bruderschaft "Skull & Bones" ein, die in schöner Regelmäßigkeit künftige Führungskräfte der US-Gesellschaft hervorbringt. Wenig später wird der integre junge Mann bereits von Bill Sullivan (Robert De Niro) für das "Office of Strategy Service" rekrutiert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geht diese Behörde in die heutige CIA über, zu deren Gründungsvätern somit auch der patriotische Edward gehört. Doch die vielen Jahre beim Geheimdienst gingen nicht spurlos an ihm vorüber. Durch die Arbeit in Übersee entfremdet er sich zunehmend von seiner Frau Clover (Angelina Jolie), die er nur aus Pflichtbewusstsein geheiratet hat. Trauen kann er niemandem mehr. Selbst Sohn Edward Jr. (Eddie Redmayne), der in seine Fußstapfen treten will, ist ihm fremd. Hinzu kommt ein Maulwurf in den eigenen Reihen.

Zwei Welten

Verhängnisvolle Affäre: Edward heiratet nur deshalb, weil Clover (Angelina Jolie) schwanger wird. Verhängnisvolle Affäre: Edward heiratet nur deshalb, weil Clover (Angelina Jolie) schwanger wird. Die Special Features der Code 1-Disc umfassen lediglich eine Ansammlung von sieben entfallenen Szenen mit einer Laufzeit von 16 Minuten. Darunter befinden sich unter anderem Teile eines herausgeschnittenen Sub-Plots sowie eine weitere Endsequenz. Beides hätte man in Anbetracht der ohnehin beträchtlichen Überlänge nicht unbedingt streichen müssen.

Die parallel erschienene US-Hybrid-Scheibe hat auf der HD DVD-Seite noch etwas mehr zu bieten. Mittels Bild-in-Bild-Einblendungen lassen sich hier Interviews mit Cast & Crew sowie einige Behind-the-Scenes-Einblicke während des laufenden Films abrufen. Da auch der sonst so pressescheue Robert De Niro einige Statements beisteuerte, ist es umso ärgerlicher, dass Universal aus dem Material nicht eine Making of-Featurette gestrickt und diese mit auf die normale DVD gepackt hat.

Fazit

Film-Check: Robert De Niros Kombination aus Charakterdrama und Spionage-Thriller mischt Fakten mit Fiktion und springt behände zwischen zwei Zeit- ebenen (1939/1961) hin und her. Dadurch wird "The Good Shepherd" aber nicht spannender, sondern nur unnötig kompliziert. Dramatik und Emotion bleiben ebenfalls auf der Strecke, weil Hauptdarsteller Matt Damon seine Figur extrem einspurig und wenig sympathisch gestaltet.
Trotz zahlreicher Längen hält der Streifen aber bei der Stange. Dies liegt nicht nur an den hochrangigen Nebendarstellern, sondern vor allem an den formalen Qualitäten. Kameraführung und Schnitt imponieren, die Ausstattung ist opulent. DVD-Fazit: Die Extras ohne Audiokommentare und Featurettes sind in Anbetracht der vielen Superstars ein schlechter Witz. Immerhin vermag das Bild zu überzeugen, während beim Ton ohnehin kein Bombast-Potenzial vorhanden ist.

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