Um die wichtigste Frage vorab zu beantworten: Ja, Rob Zombies brutaler Roadtrip kommt ungeschnitten auf DVD
1966 als Robert Cummings in Massachusetts geboren, machte sich Regisseur Rob Zombie zunächst einen Namen in der Metal-Szene und schloss Freundschaften mit prominenten Musikerkollegen wie beispielsweise Alice Cooper oder Ozzy Osbourne. Zombies Leidenschaft für Horrorfilme führte 2003 zu seiner ersten Regiearbeit.
"Haus der 1000 Leichen" war dem produzierenden Studio Universal allerdings zu hart. Aus Angst vor der in den USA kommerziell tödlichen NC-17-Freigabe lehnte der Major den Vertrieb ab. Diesen übernahm dann der Indie Lions Gate.
An den Kinokassen spielte der Streifen zwar nur 16 Mio. Dollar ein, dafür war er mit Kosten von 7 Mio. Dollar aber auch extrem günstig. Richtig abgesahnt wurde mit der anschließenden DVD-Auswertung. Das eröffnete Zombie die Möglichkeit eines weiteren Filmprojekts.
Familien-Bande
In der Fortsetzung treibt die Redneck-Familie Firefly erneut ihr Unwesen. Nachdem die Verrückten bereits 75 Morde auf dem Kerbholz haben, plant der gnadenlose Sheriff Wydell (William Forsythe) den Sturm auf die heruntergekommene Hillbilly-Hütte der Psychopathen. Doch nur Mutter Firefly (Leslie Easterbrook) geht ihm ins Netz. Der Rest der Bande entkommt.
Otis (Bill Moseley) und dessen Schwester Baby (Sheri Moon Zombie) treffen sich mit Familienoberhaupt Captain Spaulding (Sid Haig), um auf einen blutigen Feldzug samt Geiselnahme zu gehen. An ihre Fersen heftet sich Sheriff Wydell, der sich fortan nicht mehr darum schert, ob seine Methoden legal sind oder nicht.
Übernahme
Anbieter Sunfilm orientierte sich bei der Umsetzung der deutschen DVD eng am amerikanischen Original von Lions Gate. Auf Disc eins gibt es demnach den Kinotrailer, eine sechsteilige Trailershow und zwei gute Audiokommentare. Im ersten geht Filmemacher Rob Zombie sehr sachlich auf die Dreharbeiten ein, im zweiten amüsieren sich die Darsteller Sid Haig, Bill Moseley und Sheri Moon Zombie.
Hauptbestandteil auf der Bonus-Scheibe ist das vorbildliche Making of mit dem Titel "30 Days in Hell", das in stolzen 145 Minuten den Entstehungsprozess des Horrorstreifens dokumentiert und alle daran Beteiligten zu Wort kommen lässt. Weitere Highlights sind teilweise blutige deleted Scenes, eine Rolle mit Outtakes, Screentests sowie ein Tribut an den verstorbenen Tiny-Darsteller Matthew McGrory. PK n
