Katastrophen-Kino mit ernstem Unterton. Roland Emmerich lässt dieses Mal keine Aliens, sondern Mutter Natur Tod und Vernichtung über die Erde bringen -- und serviert uns damit zwei Stunden gute Unterhaltung mit brachialen Effekten und einer spannenden Geschichte
Eine besondere Herausforderung für die Trickexperten stellte die "Überflutung" von New York da. Ganze drei Monate mussten Aufnahmen von Gebäuden der Millionenmetropole eingescannt und zusätzlich über 50.000 Fotos geschossen werden, um alles möglichst echt wirken zu lassen. Mehr dazu erfährt man unter "Post-Production" auf Disc 2.
Auch ein Abstecher in die "Pre-Production"-Sektion lohnt. Videos mit Roh-Entwürfen der Effekte, das vollständige Film-Story-Board und eine umfangreiche Concept-Art-Galerie laden zum näheren Betrachten ein. Unter "Produktion" finden sich ein Making of mit Setaufnahmen sowie Interviews mit Cast & Crew.
Weiter geht es zu den "Nicht verwendeten Szenen". Die zehn geschnittenen Aufnahmen widmen sich u.a. der Einführung des Charakters von Jacks Sohn Sam und einigen Nebencharakteren. Die zusätzlichen Einstellungen lassen auch die Tokio-Szene zu Beginn des Films in neuem Licht erscheinen. Alle Aufnahmen bieten einen Kommentar von Roland Emmerich und Produzent Mark Gordon.
Interessant ist auch "Die Anatomie des Tons". Anhand der Helikopterszene im Auge des Sturms wird hier dargelegt, wie komplex sich die Vertonung eines solchen Moments gestaltet. Der Audiotrack wurde in sieben Bestandteile (u.a. Musik, Dialog, Motoren, Eis & Wind) zerlegt, die man sich einzeln oder zusammengefügt anhören kann.
Weniger informativ, dafür recht unterhaltsam ist das Feature "Stadt in Eis". Via Klick auf die Weltkarte sieht man die Auswirkung der zweiten Eiszeit auf bestimmte Städte rund um den Globus.
Dass Roland Emmerichs Story nicht ganz aus der Luft gegriffen ist, beweist die höchst interessante Reportage "Wissenschaft von Morgen", in der sowohl Umwelt- als auch Klimaforscher zu Wort kommen, und über mögliche und bereits eingetretene Konsequenzen der globalen Erwärmung sprechen.
Infos zu dieser Thematik und zum Film selbst bieten auch die beiden Audiokommentare auf Disc 1. Im ersten geben der Regisseur und der Produzent Gordon einen detaillierten Einblick in die Produktion von "The Day After Tomorrow".
Gelungen ergänzt werden die Ausführungen vom zweiten Kommentar, der u.a. von Kameramann Ueli Steiger, Cutter David Brenner und Ausstatter Barry Chusid gesprochen wird. Last but not least gibt's auf Disc 1 noch ein Interview mit Roland Emmerich sowie ein kurzes Making of der Kreaturen aus "Aliens vs. Predator" zu entdecken.
