The Dark Knight Rises: Fazit zum Effektfeuerwerk

Special Marc C. Hatke

Am 26. Juli 2012 war es soweit: The Dark Knight Rises startete in den Kinos und lockte zahlreiche Besucher zum Abschluss der fulminanten Batman-Trilogie in die Lichtspielhäuser. Das vorerst letzte Machwerk der Gebrüder Christopher und Jonathan Nolan rund um den dunklen Ritter tritt dabei das schwere Erbe von The Dark Knight an - ein Film, der für viele Fans ein regelrechtes Meisterwerk darstellt. Kann das Finale überzeugen? Kollege Michael Stadler von Gamezone hat den Film bereits angesehen und diese Rezension verfasst.

Das Effektfeuerwerk von The Dark Knight Rises

Auch im großen Finale ließen sich die Regisseure nicht lumpen und bieten wieder einmal ein Action-Feuerwerk allererster Güteklasse. Besonders auffällig dabei: Die heute so verbreitete CGI-Technik wird bewusst in den Hintergrund verbannt – echte Action braucht die Leinwand! Egal ob nun ein waghalsiges Entführungsmanöver auf einem Fliegenden Flugzeug oder sonstige Explosionen, Überschläge oder Kollisionen diverser Fahrzeuge, es wird so wenig aufgehübscht wie nur irgend möglich. Die dadurch entstehende Realitätsnähe wirkt beinahe befremdlich authentisch, aber zu jedem Zeitpunkt außerordentlich stimmig im Hinblick auf das Gesamtkonzept des Films. Denn wenn es in Batman wirklich mal kracht, dann kracht es ordentlich. Der Mix aus Geschichtsmomenten und brachialer Superhelden-Action wirkt dabei sehr homogen und steht in keinem starken Missverhältnis.

The Dark Knight Rises - die Filmkritik. (8) Quelle: Warner The Dark Knight Rises - die Filmkritik. (8) Dass New York mittlerweile zum Ersatz-Gotham geworden ist hat uns nicht weiter gestört. Der Aufbau der Stadt taugt nicht nur dazu die fiktive Metropole äußerst real aufleben zu lassen, sondern bietet auch genügend Kulissen für teils atemberaubende Bilder und Kamerafahrten. Natürlich hat Batman wieder das eine oder andere Gadget mit an Bord wie beispielsweise seinen neuen Luftgleiter "The Bat", welcher ihm ermöglicht selbst in Gothams Wolkenkratzer-Schluchten komfortabel durch die Lüfte zu navigieren. Natürlich sind auch das Bat-Motorrad sowie das brachiale Batmobil im Einsatz gegen das Böse wiederzufinden. Dass Batman auch ohne jegliches Hilfsmittel kann und auch Catwoman ihm in Sachen Vollkontakt-Kampf in nichts nachsteht, bekommen wir in diversen, wirklich gut koordinierten Kampfszenen eindrucksvoll präsentiert. Die Kämpfe strotzen dabei nicht vor akrobatischen Einlagen sondern ähneln eher einem Streetfight zweier Schwarzgurte, was nicht minder spannend anzusehen ist.

Die Kritik zu The Dark Knight Rises

The Dark Knight Rises - die Filmkritik. (4) Quelle: Warner The Dark Knight Rises - die Filmkritik. (4) Die Filmkritik zu The Dark Knight Rises ist vielleicht so ungreifbar wie Batmans Cape im kalten Wind der Nacht. Für Fans des dunklen Ritters ist dieser Film ein Fest: Eine große Bedrohung, ein saftiges Comeback, ein gnadenloser Antagonist, eine geballte Ladung Storytelling und jede Menge Actionszenen lassen kaum Fragen offen. Und doch sollte man die auch von meiner Seite aufgesetzte Fanbrille mal abnehmen und etwas objektiver an den Film herantreten. Die Geschichte ist umfassend, gut erzählt und erreicht jegliches gesteckte Ziel ohne Probleme. Jedoch muss man an diversen Stellen im Film bemängeln dass die Geschichte doch etwas übererzählt wird. Stets wird wieder eine neue Baustelle geschaffen, obwohl noch drei andere Fragen zu klären wären. Manchen Gefechten wird durch unnötiges Geplapper die Dynamik genommen und im Rest des Films kann man an einigen Ecken und Enden ebenfalls unnötige Konversationen finden.

Auch die tiefere Bedeutung hinter Catwoman hätten wir nicht unbedingt gebraucht. Lieber eine Selina Kyle die sich unnahbar, faszinierend und mysteriös gibt und das auch bis zum Ende bleibt, als eine im Vorbeigehen in groben Zügen durchcharakterisierte Diebin, der dieser Erklärungsversuch am Ende zum Verhängnis wird – wofür hatten wir denn dann bereits einen eigenen Catwoman-Film? Während Banes Rolle im Film und alles um ihn herum sehr gut passt, haben wir uns ein wenig an der manchmal doch etwas komischen Synchronstimme gestört. Unserer Ansicht nach vermittelt die hohe Tonlage einen etwas lächerlichen statt bedrohlichen Eindruck und hätte nach unserem Dafürhalten durch eine markige, dunkle, vielleicht auch etwas verzerrte Stimme ersetzt werden sollen.

Bildergalerie

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