The Cooler - Alles auf Liebe

Test

Bernie Lotz (William H. Macy) ist ein Verlierer auf der ganzen Linie. Doch diese Tatsache macht ihn für seinen Chef Shelly Kaplow (Alec Baldwin) enorm wertvoll. Kaplow ist Leiter des Spielkasinos "Shangri La" und Bernie ist ein "Cooler". Sein Pech überträgt sich auf andere Spieler, sobald er einen Spieltisch betritt. Doch der professionelle Unglücksrabe will seinen Job an den Nagel hängen.

Der skupellose Kaplow will das um jeden Preis verhindern. Bei ihm werden Falschspieler nicht den Behörden übergeben, sondern auf die "gute alte Art" aus dem Kasino hinauskomplimentiert. Bernie hat diese brutalen Methoden am eigenen Leib erfahren müssen. Um seinen schlechtesten Spieler weiterhin an die kränkelnde Spielbank zu binden, engagiert Kaplow die Serviererin Natalie (Maria Bello). Sie soll Bernie vorgaukeln, sie habe sich in ihn verliebt und damit verhindern, dass dieser Las Vegas verlässt. Doch dann verlieben sich die beiden tatsächlich und Bernies Pechsträhne hat schlagartig ein Ende. Das hat fatale Folgen ...

"The Cooler" ist der erste große Film des 39-jährigen Südafrikaners Wayne Kramer. Nachdem er bereits das Script für "Mindhunters" (USA/NL 2004) geschrieben hatte, wollte er auch bei der Produktion des Thrillers hinter der Kamera sitzen. Doch die Produzenten gaben Regisseur Renny Harlin den Vorzug. Bei seinem nächsten Film "Running Scared", für den er ebenfalls das Drehbuch verfasste, führte Kramer wieder selbst Regie. Das Gangsterdrama mit Paul Walker ("The Fast and the Furious") in der Hauptrolle befindet sich schon in der Post-Produktion und kommt 2005 in die Kinos.

Die Verleih-Version von "The Cooler" kommt ohne großes Bonusmaterial daher. Die Extras enthalten lediglich den Original Kinotrailer (Deutsch/Englisch), die Biografien der Schauspieler William H. Macy, Alec Baldwin, Maria Bello und des Regisseurs Wayne Kramer (Texttafeln) und eine Vorschau mit weiteren Titeln aus dem Programm des Anbieters.MK

Fazit

Film-Check: Wayne Kramer hat sein authentischesKasino-Drama schnörkellos und fesselnd zugleich inszeniert. Die Rolle des ewigen Verlierers passt William H. Macy ("Fargo", 1996) wie ein Maßanzug und Alec Baldwin ("Pearl Harbor", 2001) überzeugt als überholter Manager der alten Schule. Am Ende hält die vermeintlich durchschaubare Story noch eine Überraschung parat.
DVD-Fazit: Die Geschichte des institutionellen Pechvogels Bernie Lotz wurde von Regie-Debütant Wayne Kramer gekonnt in Szene gesetzt. Alec Baldwin spielt als Kasino-Chef Shelly Kaplow mehr als nur eine Nebenrolle und William H. Macys steinerweichender Dackelblick passt zum "Cooler" wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Die Verleih-DVD ist technisch in Ordnung.

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