Die "South Park"-Macher lassen die Puppen tanzen und ziehen gnadenlos das Action-Genre durch den Kakao
Die Anarcho-Filmemacher Trey Parker und Matt Stone bürgen für bitterböse Satiren, die nicht selten die Grenze des guten Geschmacks überschreiten. Gemeinsam haben sie die rabenschwarze Zeichentrickserie "South Park" ersonnen, die hierzulande bei RTL zu sehen ist. Von einer ausgeprägten Antipathie gegen amerikanische Schauspieler erfüllt, entwickelten sie die Idee zu einem abendfüllenden Action-Film mit Marionetten als Darsteller.
Aber Vorsicht: Das "Augsburger Puppenkiste"-Flair täuscht! Wenn die Helden an Bindfäden ohne Rücksicht auf Verluste Terroristen unter Feuer nehmen, darf man nicht zimperlich sein -- sonst könnte einem das Lachen womöglich im Halse stecken bleiben.
"Freiheit ist nicht umsonst!"
Wenn die Welt von Terroristen bedroht wird, rücken die Männer und Frauen vom Team America aus und nehmen den Kampf gegen die brutalen Fanatiker auf. Kollateralschäden werden kommentarlos in Kauf genommen. Das Team America kämpft schließlich für die Freiheit der ganzen Welt, und die ist nun mal nicht umsonst zu haben!
Als die Heldentruppe erfährt, dass ein machtbesessener Diktator Massenvernichtungswaffen gleich im Dutzend an Terroristen verschachert, rekrutiert Spottswoode, Chef des Team America, den Schauspieler Gary Johnston. Seine Künste sollen dem Team helfen, unerkannt Terroristen-Nester zu infiltrieren, um so an wertvolle Informationen zu gelangen. Nachdem sie aus Versehen die Pyramiden von Gizeh in die Luft jagen, geraten die Weltpolizisten jedoch ins Kreuzfeuer der Presse.
