In der Werbung klingt die Steam Machine wie ein Gerät, das alle aktuellen Spiele bewältigt. Erste Tests und Benchmarks zeigen, wie stark der Würfel wirklich ist.
Die Leistung: Wie gut laufen Spiele auf der Steam Machine?
Neben dem Preis ist der interessanteste Punkt natürlich, wie viel Leistung man für sein Geld überhaupt bekommt. Valve spricht von "FSR-unterstütztem 4K-Gaming mit 60 Fps". Zudem wirbt man mit "mehr als der sechsfachen Leistung im Vergleich zum Steam Deck".
Wir arbeiten aktuell noch am PC-Games-Praxistest, in dem wir unter anderem diese Versprechen weiter untersuchen werden. Unsere Kollegen von der PC Games Hardware konnten unser Testexemplar aber schon ausgiebig in die Mangel nehmen.
In diesem Artikel
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Seite 1
Technische Details, Preise und Verfügbarkeit
- 1.1 Das Kaufargument: Was ist die Steam Machine?
- 1.2 Die Hardware: Was steckt in der Steam Machine?
- 1.3 Der Preis: Was kostet die Steam Machine?
- 1.4 Warum ist die Steam Machine so teuer?
- 1.5 Steam Machine kaufen: Wo und wie bestellt man den Mini-PC?
- 1.6 Wird jeder eine Steam Machine kaufen können, der eine möchte?
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Seite 2
Welche Spiele gehen, welche nicht?
- 2.1 Laufen alle Steam-Spiele auf der Steam-Machine?
- 2.2 Call of Duty, Fortnite, Battlefield, EA Sports FC & Co.: Diese Spiele gehen nicht auf der Steam Machine
- 2.3 Kann ich Spiele von GoG, Battle.net, Epic Games Store, Ubisoft Connect oder der EA App auf der Steam Machine spielen?
- 2.4 Woher weiß ich, wie gut ein Spiel auf der Steam Machine funktioniert?
- 2.5 Anno, Total War und Co.: Kann ich mit der Steam Machine "Maus- und Tastatur"-Spiele auf der Couch am Fernseher zocken?
- Seite 3 Schwieriges Preis-Leistungsverhältnis
- Seite 4 Bildergalerie
In dieser PCGH-Benchmark-Tabelle seht ihr die durchschnittliche Bildrate in Forza Horizon 6, Hogwarts Legacy und dem Gothic Remake. Die genutzte Auflösung liegt bei 2560 × 1440. Die Balken zeigen die durchschnittliche Framerate, daneben seht ihr die jeweils genutzten Settings.
Ein wichtiger Hinweis: Während des Tests der PCGH wurde die Steam Machine mehrmals mit Updates versorgt, die die Performance teilweise verbessert haben. Hier sind die Werte also noch nicht in Stein gemeißelt, zumal Valve auch die Unterstützung von FSR4 nachliefern will - das sollte beim Upscaling noch mal deutlich bessere Resultate erzielen.
Zum Vergleich mit dem Steam Deck haben wir Forza Horizon 6 und Cyberpunk 2077 genutzt und die eingebauten Benchmark-Tools laufen lassen. In beiden Fällen haben wir die Settings genutzt, die auf dem Steam Deck voreingestellt sind, um eine optimale Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die Benchmarks haben wir einmal in 720p und einmal in 1080p durchgeführt.
Ihr seht also: Es sind niedrige Settings und aggressives Upscaling nötig, um moderne Triple-A-Spiele in 60 Fps spielen zu können, vor allem, wenn ihr euch für Auflösungen jenseits von Full HD entscheidet, wie sie auf einem modernen Fernseher üblich sind.
Die sechsfache Leistung des Decks bekommt die Steam Machine in unseren beiden Beispielen nicht hin. Aber knapp viermal so viele Fps sind in Cyberpunk 2077 in Full HD drin. Es kommt also aufs Spiel an, wie sehr der Mini-PC am Handheld vorbeizieht.
Lohnt sich die Steam Machine?
Die Steam Machine erscheint zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt, und dieser Tatsache ist sich Valve auch bewusst. Der Test der PC Games Hardware macht klar: Rein nach der Gaming-Leistung pro Euro beurteilt, ist Valves Würfel schlichtweg kein Deal, der sich für die meisten Gamer lohnen wird. Wie ihr bei den Kollegen nachlesen könnt, ziehen vergleichbar bepreiste Eigenbau-Maschinen locker an der Steam Machine vorbei.
Wir arbeiten noch an unserem eigenen Praxistest, aber so viel können wir bereits vorwegnehmen: Auch im Vergleich zu den aktuellen Heimkonsolen von Microsoft und Sony ist das Gerät nicht stark genug, um den massiven Aufpreis zu rechtfertigen.
Die Pluspunkte der Machine, nämlich die einfache Benutzung, der sehr kompakte Formfaktor und die Möglichkeit, weite Teile eurer Steam-Bibliothek abzuspielen, sind wie schon beim Steam Deck überzeugend. Ihr bekommt einen komplett fertigen, platzsparenden PC, der sowohl auf dem Schreibtisch als auch im Wohnzimmer eine gute Figur macht und die meisten aktuellen Spiele mit niedrigen Settings auch ganz ordentlich zum Laufen bringt. Zumindest, sofern die Spiele eurer Wahl einen Linux-kompatiblen Anti-Cheat verwenden.
Quelle: PC Games Hardware
Mit der Frontplatte aus Walnussholz wird der kleine Würfel noch etwas ästhetischer. Vorn findet sich außerdem der MicroSD-Steckplatz, mit dem ihr den internen Speicher erweitert.
Die Achillesferse, der Preis, macht es allerdings schwer, sich eine Zielgruppe vorzustellen, der das Gerät bedenkenlos zu empfehlen ist. Ihr habt bereits eine große Steam-Bibliothek, die ihr unbedingt ohne Streaming und Kabelverlegung im Wohnzimmer zocken wollt? Dann könnt ihr euch den Kauf zumindest überlegen.
Wenn ihr allerdings einfach nur ein Gerät fürs Wohnzimmer sucht, um darauf aktuelle Games zu spielen, und euch das Steam-Ökosystem nicht tangiert, dann seid ihr mit PS5 und Xbox Series X besser beraten.
Habt ihr jetzt Hunger auf noch mehr Benchmarks und technische Fakten? Dann schaut unbedingt in den großen Test von PC Games Hardware, die die Steam Machine über eine Woche lang unter die Lupe genommen haben. Unseren eigenen Test mit Praxiserfahrung und Konsolenvergleich liefern wir euch in den nächsten Tagen nach!
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