StarCraft 2: Legacy of the Void - Erste Test-Eindrücke

Special Max Falkenstern
Vor dem Test zu StarCraft 2: Legacy of the Void schildern wir euch unsere Eindrücke zur Protoss-Kampagne.
Quelle: Blizzard / PC Games

Die Trilogie ist komplett, StarCraft 2: Legacy of the Void steht in den Läden. Für einen Test mit abschließender Wertung haben wir noch zu wenig gespielt. Aber unsere Eindrücke zur Protoss-Kampagne und den Neuerungen im Standalone-Ableger wollen wir euch nicht verschweigen. Soviel vorweg: Bisher sind wir positiv angetan. Die Story beginnt mit einem Knall und die von uns absolvierten Einsätze bestachen vor allem durch Abwechslung.

Endlich Protoss! Nachdem wir in StarCraft 2: Wings of Liberty Jim Raynors demoralisierte Freiheitskämpfern halfen und in Heart of the Swarm Sarah Kerrigans Rachefeldzug zu Ende brachten, kommt nun im großen Finale der StarCraft 2-Trilogie das stolze Alien-Volk zum Zug. Protagonist in StarCraft 2: Legacy of the Void ist Kriegsheld Artanis. Auf dessen Schultern lastet eine schwere Aufgabe, nämlich die Rückeroberung des von Zerg überrannten Heimatplaneten Auir. Ohne viel verraten zu wollen, aber das Vorhaben geht gewaltig in die Hose. Nach zwei Einführungsmissionen folgt ein großer Knall; eine überraschende Wendung in der Story, die wir nicht haben kommen sehen. Der dramaturgische Kniff verfehlte seinen Zweck nicht, sofort überwältige uns das Gefühl, weiterspielen zu müssen, um die darauffolgenden tragischen Konsequenzen zu erfahren.

Basis und Waffe zugleich: der Speer von Adun

Von dem Protoss-Flaggschiff 'Speer von Adun' begeben wir uns in neue Missionen. Hier stellen wir außerdem unsere Armee zusammen, verbessern die Waffensyteme der Arche und sprechen mit Weggefährten von Held Artanis. Quelle: Blizzard / PC Games Von dem Protoss-Flaggschiff "Speer von Adun" begeben wir uns in neue Missionen. Hier stellen wir außerdem unsere Armee zusammen, verbessern die Waffensyteme der Arche und sprechen mit Weggefährten von Held Artanis. Nach dem vortrefflichen Einstieg kennen wir auch den Antagonisten in StarCraft 2. Legacy of the Void. Die finstere Gottheit Amon ist zurückgekehrt, um alles Leben in der Galaxie auszulöschen. Um ihn zu vernichten, müssen wir die zerstreuten Protoss-Völker wieder vereinen und eine schlagkräftige Armee aufbauen. Was folgt, ist eine Odyssee durch Planeten. Als Operationsbasis dient uns nach erfolgter Bergung der sogenannte Speer von Adun, ein gewaltiges Flaggschiff der Protoss. Hier nehmen wir nicht nur Einsatzbesprechungen entgegen, sondern konfigurieren unsere Streitkräfte nach Belieben. Jede Protoss-Einheit gibt es in der Kampagne gleich in drei unterschiedliche Ausführungen. Zwischen zwei können wir wählen, sobald die angewählte Einheit im Spielverlauf freigeschaltet wurde. Der dritte Armeetyp steht uns später zur Verfügung.

Gewohnt klasse inszeniert: Die Story in StarCraft 2: Legacy of the Void wird in vielen Ingame-Zwischensequenzen erzählt. Quelle: Blizzard / PC Games Gewohnt klasse inszeniert: Die Story in StarCraft 2: Legacy of the Void wird in vielen Ingame-Zwischensequenzen erzählt. Der klassische Berserker verfügt standardmäßig etwa über einen Wirbelwindangriff ähnlich dem Barbaren aus Diablo 3, der Umgebungsschaden verursacht. Prätorianer sind gegen flott unterwegs und können mit dem Ansturm Feinde kurzzeitig betäuben, während sich Vollstrecker nach dem Tod wiederbeleben können, sich im Gegenzug aber langsam bewegen. Die Entscheidung darüber, welchen Einheitentyp wir in die Mission mitnehmen, ist glücklicherweise nicht für den Rest der Kampagne bindend. Das erlaubt Experimente! So können wir im nächsten Einsatz einfach eine andere Ausführung der Berserker testen und finden im Idealfall eine Klasse, die dem persönlichen Spielstil am ehesten entspricht. Kleine Anmerkung am Rande: Innerhalb der Missionen können wir die Armee nicht konfigurieren, das geht ausschließlich in der Operationsbasis!

StarCraft 2: LotV - Armee nach Belieben

Upgrade komplett: Der Speer von Adun lässt sich verbessern. Mit dem Rohstoff Solarit schalten wir nach und nach aktive und passive Fähigkeiten frei. Quelle: Blizzard / PC Games Upgrade komplett: Der Speer von Adun lässt sich verbessern. Mit dem Rohstoff Solarit schalten wir nach und nach aktive und passive Fähigkeiten frei. Der Speer von Adun ist nicht nur Lebensraum für die Protoss, sondern auch gleichzeitig eine mächtige Waffe von spezieller Macht. Um die volle Einsatzbereitschaft des Flaggschiffs wiederherzustellen, benötigen wir den kostbaren Rohstoff Solarit. Jene Ressource verdienen wir uns zumeist mit dem Erfüllen von Bonuszielen auf dem Schlachtfeld. Das gewonnene Solarit investieren wir dann in einzigartige Fähigkeiten. Diese reichen vom Anfordern eines Pylons an beliebiger Stelle über einen Orbitalschlag bis hin zu einem temporalen Feld, das gegnerische Einheiten und Gebäude mehrere Sekunden einfriert.

Einige Fertigkeiten (etwa der Orbitalschlag) und müssen über Schaltflächen im Interface angewählt werden. Andere hingegen passiv, wie der Orbitale Assimilator, mit dem wir ohne Einsatz von Sonden Vespin-Gas abbauen können. Außerdem können wir die Versorgungskapazität erhöhen, mit der wir zu Missionsbeginn starten und das Produktionstempo von Gebäuden beschleunigen. Wie schon bei der Armee-Konfiguration, steht uns Herumprobieren frei. Einmal gewonnenes Solarit lässt sich bequem umverteilen. Und wer ein Bonusziel in einer älteren Mission verpasst haben sollte, kann den entsprechenden Einsatz über das Archiv im Protoss-Schiff jederzeit erneut spielen.

Abwechslungsreiche Einsätze, echter Höhepunkt fehlt jedoch bislang

Stellung halten: In der Mission 'Das letzte Gefecht' gilt es den Xel'Naga-Tempel möglichst lange vor den Zerg zu beschützen. Ein schwieriges Unterfang angesichts von gleich vier Zugängen. Quelle: Blizzard / PC Games Stellung halten: In der Mission "Das letzte Gefecht" gilt es den Xel'Naga-Tempel möglichst lange vor den Zerg zu beschützen. Ein schwieriges Unterfang angesichts von gleich vier Zugängen. Die Story in StarCraft 2: Legacy of the Void beginnt viel versprechend. Auch bisher sieben von uns gespielten Missionen stimmen uns überwiegend positiv. Wie schon in Wings of Liberty und Heart of the Swarm bestechen sie vor allem durch Abwechslung im Bezug auf Missionsziele und Startbedingungen. In "Amons Einfluss" müssen wir Starthangars von den Zerg befreien und dabei die Trefferpunkte einer entlegenen Warpverbindung im Auge behalten. Zu allem Übel macht uns noch in regelmäßig auftauchendes Monstrum, das einen Fernkampfangriff mit gewaltiger Reichweite besitzt.

Was ist mit Koop, Archon-Modus und Multiplayer?
Die Protoss-Kampagne stellt nur eine Neuerung von StarCraft 2: Legacy of the Void dar. Infos und eine Bewertung der Koop-Missionen, des Archon-Modus und des Multiplayers (inklusive sechs neuer Einheiten) liefern wir im ausführlichen Test nach, der voraussichtlich Ende dieser Woche auf pcgames.de erscheint.

Unter Zeitdruck sind wir in "Sky Shield", wo wir eine Weltraumstation daran hindern müssen, auf einem von Terranern kontrollierten Planeten einzuschlagen. Auch die klassische "Beschütze die Basis bis Ablauf eines Zeitlimits" fehlt in StarCraft 2: Legacy of the Void nicht. Die bisherigen Einsätze sind kurzweilig und auf dem normalen Schwierigkeitsgrad in 15 bis 30 Minuten beendet. Nur einen echten Hammer, eine überraschend gestrickte Mission, die es so nicht in ähnlicher Form schon in den Vorgängern gab, vermissen wir aktuell noch. Hoffentlich hebt sich Blizzard bei den insgesamt 19 vorhandenen Missionen die ein oder andere Überraschung auf.

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