Andor gehört für viele Fans zu den besten Star-Wars-Serien. Was allerdings nur wenige wissen, ist: Ursprünglich war eine ganz andere Story geplant, die deutlich mehr nach klassischem Rebellen-Abenteuer geklungen hätte.
Andor gilt für viele Fans als eines der besten Star-Wars-Projekte der Disney-Ära. Die Serie rund um Cassian Andor setzte weniger auf Lichtschwerter, Jedi und ganz große Namen, sondern auf Spionage, Widerstand und die Frage, wie aus normalen Menschen waschechte Rebellen werden. Doch wie nun bekannt wurde, hätte die Serie ursprünglich in eine ganz andere Richtung gehen können.
In dem neuen Buch The Art of Star Wars: Andor wird enthüllt, dass Jared Bush, Chef von Disney Animation, bereits 2018 an einer eigenen Version der Serie arbeitete. Diese Version hätte deutlich anders ausgesehen. Im Mittelpunkt standen eher klassische Star-Wars-Themen: Rebellen gegen das Imperium, Verrat in den eigenen Reihen und Cassian Andor auf einer gefährlichen Mission.
Verräterjagd statt politisches Rebellendrama
In Bushs ursprünglicher Idee hätte die junge Rebellion einen schweren Schlag einstecken müssen. Ein imperialer Maulwurf sollte mehrere Rebellenbasen vernichten. Cassian Andor wäre einer der wenigen Überlebenden gewesen, hätte danach aber selbst als Verdächtiger dagestanden.
Um seinen Namen reinzuwaschen und den echten Verräter zu finden, hätte Cassian einen imperialen Planeten infiltrieren müssen. Dort sollte er Hinweise auf die Identität des Maulwurfs finden. Klingt nach klassischem Agentenstoff im Star-Wars-Gewand und deutlich geradliniger als die Version, die wir am Ende bekommen haben.
Tony Gilroy machte daraus etwas anderes
Später übernahm jedoch Tony Gilroy das Projekt. Gilroy hatte bereits bei Rogue One: A Star Wars Story mitgeholfen und brachte Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy 2019 seine eigene Idee für Cassians Vorgeschichte. Diese Version setzte viel stärker auf Politik, Alltag unter imperialer Herrschaft, persönliche Opfer und den langsamen Aufbau der Rebellion.
Das Ergebnis war eine Serie, die deutlich anders war als viele andere Star-Wars-Projekte. Weniger Fanservice, weniger bekannte Gesichter, dafür mehr Spannung, Dialoge und Parallelen zu realen Ereignissen. Genau das machte Andor für viele Zuschauer so stark.
Aus fünf Staffeln wurden zwei
Spannend ist auch: Andor war ursprünglich viel größer geplant. Die Serie sollte aus fünf Staffeln und insgesamt 60 Episoden bestehen. Jede Staffel hätte ein Jahr aus Cassian Andors Leben bis zu den Ereignissen von Rogue One erzählt.
Am Ende wurde daraus aber ein deutlich kürzeres Projekt. Hauptdarsteller Diego Luna wollte sich verständlicherweise nicht über so viele Jahre an eine Rolle binden. Deshalb wurde die Geschichte auf zwei Staffeln verdichtet. Staffel 2 musste dadurch gleich vier Jahre abdecken, jeweils in Blöcken von drei Episoden.
Die bessere Andor-Version?
Bushs ursprüngliche Idee hätte auf jeden Fall eine spannende Star-Wars-Serie ergeben können. Ein Verräter in der Rebellion, Cassian auf der Flucht, eine gefährliche Infiltration beim Imperium: Das klingt nach Stoff, der perfekt zu Andor und Rogue One passt.
Trotzdem ist es schwer, der nie umgesetzten Version zu sehr nachzutrauern. Denn gerade die fertige Andor-Serie hat gezeigt, wie gut Star Wars funktionieren kann, wenn es nicht ständig auf bekannte Figuren, Machtkräfte und große Nostalgie-Momente setzt.
Die geplante Bush-Version hätte vermutlich mehr nach klassischem Rebellen-Abenteuer geklungen. Gilroys Andor wurde dagegen zu einem politischen, düsteren und ungewöhnlich erwachsenen Star-Wars-Drama. Und genau deshalb sprechen Fans heute noch darüber.
Was meint ihr? Klingt die ursprüngliche Andor-Idee spannend, oder seid ihr froh, dass wir die andere Version bekommen haben? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
