William Shatners Regie-Debüt bescherte der Marke "Star Trek" den ersten großen Reinfall
Seit über 15 Jahren hält sich eine hartnäckige Legende, die besagt, "Star Trek"-Filme mit ungerader Nummer seien schlecht, die mit gerader Zahl als Zusatz dagegen gut. Entsprechend wenig Hoffnung machten sich Trekkies nach der Ankündigung des fünften Streifens der Weltraumsaga. Nicht zuletzt, da ausgerechnet Captain-Kirk-Darsteller William Shatner persönlich die Geschicke aus dem Regiestuhl heraus lenken würde. Als "Star Trek V" 1989 anlief, wurde er von Kritikern und Fans verrissen. Nicht wenige fragten sich, wie weit ein Studio noch gehen würde, um den Egotrip eines Einzelnen teuer zu bezahlen.
In Shatners Werk kommt es auf dem Planeten Nimbus 3 zu einer Geiselnahme. Die Botschafter der Föderation von Romulanern und Klingonen geraten in die Hände von Aufständischen. Kirk wird mit der Enterprise auf eine Rettungsmission geschickt.
Auf Nimbus 3 stellt sich heraus, dass es sich bei dem Anführer der Aufständischen um Spocks (Leonard Nimoy) Halbbruder Sybok (Laurence Luckinbill) handelt. Um das Ziel seiner Suche nach Gott zu erreichen, schreckt der Vulkanier inzwischen sogar vor Straftaten nicht zurück. Und tatsächlich findet man im Zentrum der Galaxis einen Planeten, der ein übermächtiges Wesen beherbergt ...
Gegenüber der bislang erhältlichen Edition stechen bei der SE zunächst einmal Bild und Ton heraus. Das Doppel-DVD-Set bietet endlich ein anamorphes Widescreen-Bild und einen räumlich klingenden 5.1-Sound. Von den insgesamt sechs Stunden Special Features sind allerdings in erster Linie jene interessant, in denen es um die Tricktechnik geht.
Der Rest beschränkt sich weitgehend auf Lobeshymnen auf den Autor, Regisseur und Hauptdarsteller des Streifens: William Shatner. Selbst der Audiokommentar von ihm und seiner Tochter bleibt davon nicht verschont.MS
