Kein Mensch ist vollkommen. Weder in der realen, noch in der virtuellen Welt. Und weil niemand vollkommen ist, haben Spiele-Helden auch ihre Laster. In diesem Special erfahrt ihr, welchen Lastern berühmte Spiele-Protagonisten nachgehen.
Zigaretten, Alkohol, Bordelle, halluzinogene Pilze - Spielehelden gehen einer Vielzahl von Lastern nach, manche davon natürlich öfter als andere. Dass Spiele-Helden rauchend, trinkend und in Gesellschaft von Prostituierten auftreten, stößt nicht selten auf Kritik. Es heißt, Spiele würden das Gezeigte bewerben und salonfähig machen, zumindest aber verharmlosen wollen. Aber tun sie das wirklich?
Häufig ist es schlicht ein erzählerisches Mittel, um einen Protagonisten menschlicher zu gestalten, indem man seine Schwächen aufzeigt. Denn die wenigsten Menschen können sich mit einem perfekten Helden identifizieren. Der Ritter in strahlender Rüstung, der seiner Erwählten bis in den Tod treu ist, nur Wasser trinkt, nie bei Rot über die Straße gehen würde und die Lizenz-Bedingungen seiner Software liest, wirkt auf Otto-Normalspieler unrealistisch und moralisierend.
Und in der Tat sind auch sehr viele Spiele-Helden nicht perfekt. Für einige von ihnen sind sie sogar zu einer Art Markenzeichen geworden. Wer könnte sich etwa Snake als Nichtraucher oder einen enthaltsamen Larry vorstellen? Auffällig ist auch, dass weibliche Figuren meist deutlich tugendhafter auftreten als ihre männlichen Pendants. Bisher haben wir jedenfalls noch keine Lara oder Lightning verkatert neben einem Call-Boy aufwachen sehen. Aber wer weiß schon, was die Zukunft noch bringt...
