South Park: Snow Day! im Test - Jetzt schon Schnee von gestern

Test Tobias Meyer
Snow Day Titelbild
Quelle: THQ Nordic

Mit Snow Day! erschien ein neues South-Park-Spiel, das ALLES anders macht: 3D-Grafik, uninteressante Dialoge, schlechte Gags und eine Menge eintönige Kämpfe.

Allzu taktisch müssen wir in den Kämpfen nicht vorgehen. Unsere Gegner haben scheinbar Magnete in der Birne, die unsere Nahkampf-Waffen förmlich anziehen. Fernkämpfer sind eher nervig als fordernd und können mit Pfeil und Bogen oder ein paar gezielten Schlägen schnell zurück zu Mama geschickt werden.

Richtig anstrengend, nicht aber fordernd, werden die Kämpfe, wenn Hockey-Spieler und Feuerkünstler dazukommen. Die halten nicht nur mehr aus, sondern richten auch ordentlich Schaden an. Die meiste Zeit schleudern sie uns aber eher durch die Gegend oder setzen uns in Brand. Dadurch müssen wir immer wieder zurücklaufen, wenn wir mal wieder von einem Dach geflogen sind, oder uns im Schnee abkühlen. In Kombination mit Butters nervigen Sprüchen aus dem Hintergrund werden diese Kämpfe eher zur Herausforderung für unsere Geduld.

Nahaufnahme von Charakteren Quelle: THQ Nordic Gleiches gilt auch für die Boss-Fights. Zu sagen, dass sie fordernd sind, wäre nicht nur untertrieben, sondern auch einfach falsch. Stellenweise geht es fast schon unfair zur Sache. Die Bewegungsabläufe der Boss-Gegner sind unklar und fühlen sich eher zufällig an. Dazu kommt, dass man auf den schneebedeckten Maps schnell die Übersicht verliert. Dazu trägt auch die unrunde Kamerasteuerung bei.

Immerhin stehen wir nicht allein da, denn South Park: Snow Day! (jetzt kaufen 9,36 € ) ist ein reines Multiplayer-Spiel, das mit Bots aber notfalls auch allein gespielt werden kann. Grundsätzlich habt ihr die Wahl: Möchtet ihr einer bestehenden Online-Sitzung beitreten oder eine eigene erstellen? So oder so werdet ihr aber wohl nicht drumherum kommen, mit anderen zu spielen.

Wer allein spielen möchte, ist zunächst auf sich allein gestellt, wird in den Kämpfen aber von drei KI-Spielern unterstützt. Die tauchen im Laufe der Prügelei auf und verschwinden genauso schnell, wie sie erschienen. Doch in unseren Solo-Sitzungen passierte es auch gut und gerne mal, dass dann plötzlich doch ein "echter" Spieler einstieg und uns half ... durchzudrehen. Denn leider fühlte sich diese Multiplayer-Erfahrung nicht gut an. Dauernd mussten wir schauen, was der andere Spieler treibt, dann tauchen wieder die restlichen KI-Spieler auf und das Chaos wurde noch unübersichtlicher als vorher.

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