Solange du da bist

Test

"Oscar"-Preisträgerin Reese Witherspoon verdreht als nervtötender Geist Mark Ruffalo gehörig den Kopf

Die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, hat sich die engagierte Assistenzärztin Elizabeth Masterson (Reese Witherspoon) noch nie gestellt. Für so einen Kram hat die ehrgeizige junge Frau auch gar keine Zeit. Sie schiebt eine Schicht nach der anderen und hat stets ein offenes Ohr für Kollegen und Patienten. Soviel Fleiß wird schließlich mit einer Beförderung zur Stationsärztin belohnt. Doch was nutzt all der Erfolg, wenn das Privatleben darunter leidet?

Trotz etlicher Verkuppelungsversuche befreundeter Krankenschwestern hat Elizabeth keine rechte Lust, sich näher mit dem männlichen Geschlecht zu befassen. Das muss sie notgedrungen, als sich der Witwer David (Mark Ruffalo) in ihrer Wohnung einnistet. Alle Versuche, den ungebetenen Gast zu vertreiben, scheitern kläglich. Könnte das daran liegen, dass Elizabeth seit einem schweren Autounfall gar nicht mehr unter den Lebenden weilt?

Treue Seele

Seit 1997 widmet der amerikanische Filmemacher Mark Waters seine Energie dem Komödien-Genre. Erfolge feierte er mit dem Body-Switch-Streifen "Freaky Friday" (2003) mit Jamie Lee Curtis und Lindsay Lohan und der Teenie-Posse "The Girls Club -- Vorsicht bissig!" (2004). Für sein neuestes Projekt entschied er sich für eine Adaption des gleichnamigen Bestellerromans des Franzosen Marc Levy und stellte mit Reese Witherspoon und Hollywood-Schmusestar Mark Ruffalo ein sympathisches Filmpaar zusammen.

Transparent

Das lohnendste Feature unter den Extras der Single-Disc ist der Audiokommentar von Waters, Bruce Green (Schnitt) und Kameramann Daryn Okada. Die interessantesten Informationen und Anekdoten liefern hier der 42-jährige Filmemacher und sein Cutter Bruce Green. Für Erläuterungen der Spezialeffekte klinkt sich dann auch Daryn Okada mal ins Gespräch mit ein.

Das Making of gewährt zwar kurze Einblicke in die Dreharbeiten in San Franzisko und lässt Witherspoon, Ruffalo und Co. zu Wort kommen, hinterlässt aber insgesamt einen ziemlich werbelastigen Eindruck und wird von Eigenlob dominiert. Eine Zusammenfassung der Patzer und Versprecher, zusätzliche Interviews unter "Die Besetzung", vier optional kommentierte, unveröffentlichte Szenen (u.a. "David und Elizabeth im Garten" und "Gespräch zwischen David und Jack"), darunter ein alternatives Filmende, runden die Zusätze ab. Alle Specials werden mit deutschen Untertiteln angeboten. SN n

Fazit

Film-Check: Obwohl es romantische Komödien mittlerweile wie Sand am Meer gibt und auch die Frage, ob Liebe den Tod überwinden kann, filmisch bereits hinlänglich abgehandelt wurde, ließ sich Mark Waters nicht entmutigen und schuf einen weiteren heiteren Genrevertreter.Den Streifen als reinen Frauenfilm zu betiteln, wäre ungerecht. Auch männliche Cineasten dürften ihren Spaß an der herumgeisternden Reese Witherspoon und dem unbeholfenen Mark Ruffalo haben. Selbst wenn es öfter mal an der Logik hapert und das kitschige Happyend natürlich vorprogrammiert ist -- der Weg dorthin gestaltet sich dank einiger ironischer Einlagen durchaus kurzweilig.
DVD-Fazit: Die technische Umsetzung der Disc ist passabel. Während man von der Bildqualität etwas mehr erwartet hätte, stellen der warm klingende DD 5.1-Sound und die Sonderausstattung mit den üblichen Inhalten zufrieden.

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