Risen 2: Dark Waters-Test für PS3 und Xbox 360 - Das hat uns gefallen, Teil 2

Test Marc C. Hatke

Wir haben den Risen 2-Test für Xbox 360 und PS3 für euch! Dabei haben wir uns das Rollenspiel extra gründlich für die Konsolen angesehen und schildern euch unsere Eindrücke vom karibischen Piratenabenteuer. Während der Titel atmosphärisch und abwechslungsreich in Sachen Quests und Gameplay daherkommt, versagt das Deep Silver-Spiel in technischer Hinsicht auf ganzer Linie.

Mehrere Lösungswege für Quests aller Art

Komplexe Auftragsreihen mit mehreren Teilaufgaben sorgen für gute Unterhaltung und verleihen Risen 2 Wiederspielwert – allerdings gibt es auch jede Menge einfacher Botenaufträge und Missionen nach dem Muster "Hau dem Kerl da hinten mal aufs Maul!". Die sind aber immerhin stets in amüsante Umstände eingebettet. An vorgegebenen Stellen im Spiel stellt ihr zudem als Verbündeter der Eingeborenen Voodoo-Puppen her, mit denen ihr in die Haut von NPCs schlüpft. So getarnt löst ihr die Quests auf kreative Weise. Unter anderem trefft ihr in der Rolle eines dekadenten Mitglieds des Inquisitionsrats politische Entscheidungen oder helft dem Helden als Garnisonskommandant dabei, ein Schiff zu stehlen. Auch sonst gibt es oft mehr als einen Weg, um euer Ziel zu erreichen. So habt ihr zum Beispiel oft die Möglichkeit, Konflikte in Gesprächen zu lösen, anstatt zu Säbel und Pistole zu greifen.

Erwachsenes Charaktersystem

Die Menüs sind vorbildlich umgesetzt und lassen keine Übersicht vermissen. Quelle: Deep Silver Die Menüs sind vorbildlich umgesetzt und lassen keine Übersicht vermissen. Die Fähigkeiten des Protagonisten fasst das Spiel in drei Charakterbildschirmen zusammen. Im ersten verbessert ihr mit gesammelten Ruhmpunkten (gibt es für besiegte Gegner und erledigte Aufgaben) direkt die fünf Attribute Klingen, Feuerwaffen, Härte, Gerissenheit und Voodoo. Jedes Attribut wirkt sich auf den Wert von jeweils drei Talenten aus. Zusätzlich steigert ihr die Talente, wie aus Risen gewohnt, bei Lehrern, die ihr Wissen gegen Gold (Lernpunkte sind passé) mit euch teilen. Die Lehrmeister bringen euch auch insgesamt über 60 Fähigkeiten bei, sowohl aktive als auch passive. Die Menge an Fähigkeiten sorgt für viel Freiheit bei der Charaktergestaltung.
Die mit Abstand spannendsten Skills erhaltet ihr durch den Ausbau der Gerissenheit: Hier befinden sich neben den schmutzigen Tricks auch die Diebeskunst, mit der ihr Schlösser knackt und Gesprächspartner bestehlt, sowie die Möglichkeit, ein Äffchen zu dressieren, das durch niedrige Tunnelöffnungen spaziert. So gelangt ihr in einigen Tempelanlagen am Wegesrand in sonst unzugängliche Räume.

Akzeptable Konsolensteuerung

Das Auswechseln der Items im übersichtlichen Inventar fällt leicht. Wichtige Gebrauchsgegenstände wie Fackeln, Grog oder Proviant (regeneriert bei Verzehr langsam Lebensenergie) legt ihr auf ein Kreismenü, dass ihr mit der rechten Schultertaste oder über das Digipad aufruft. In den Kämpfen genügen jeweils eine Taste für Zuschlagen und Blocken, wer beide Tasten gleichzeitig drückt, aktiviert schmutzige Tricks. Das Inventar verfügt über mehrere Filterfunktionen, die nutzlosen Krempel und Trankzutaten von Ausrüstung wie Kopftüchern, Ringen und Säbeln trennen. Im Vergleich zum ersten Risen findet ihr deutlich mehr Gegenstände, die sich der Held überstreifen oder die er in die Hand nehmen kann. Sammelwut weckt das Spiel zudem durch eine Reihe von sogenannten legendären Gegenständen wie einer Meerschaumpfeife oder einem Schrumpfkopf, die eure Charakterwerte dauerhaft verbessern. Deren Fundorte erratet ihr anhand kryptischer Notizen.

Prima: Dank (optionaler) Kartenmarkierungen wisst ihr stets, wo eine Quest-Reihe weitergeht, auch wenn eigene Einzeichnungen tabu sind. Außerdem gibt es gleich zwei komfortable Schnellreisefunktionen: Zum einen stehen am Strand einer Insel Ruderboote, mit denen ihr große Distanzen schnell überbrückt. Zum anderen genügt ein Klick auf der Karte, um zu bereits besuchten Orten zurückzukehren. Auch die Schnellreise vom Dschungel zurück an Deck des vor Anker liegenden Schiffes ist außerhalb der Kämpfe jederzeit möglich.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Risen 2: Dark Waters-Test für PS3 und Xbox 360 - Das hat uns gefallen, Teil 1
  2. Seite 2 Risen 2: Dark Waters-Test für PS3 und Xbox 360 - Das hat uns gefallen, Teil 2
  3. Seite 3 Risen 2: Dark Waters-Test für PS3 und Xbox 360 - Das hat uns nicht gefallen, Wertung und Fazit
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk