16 Tage 16 Bit: Tag 7 - Ghostbusters
Special
An Tag 7 unserer Retro-Reihe 16 Tage 16 Bit wird es gruselig. Nun ja, nicht ganz, aber es geht immerhin um Geister, Monster und sonstige Kreaturen, denn Chris spielt diesmal Ghostbusters auf dem Sega Mega Drive. Das Spiel zu den berühmten Geisterjägern ist damals komplett an ihm vorbeigegangen und muss sich deshalb jetzt beweisen.
Mein Name ist Chris, ich bin Redakteur bei PC Games und ich nutze die momentane Spieleflaute aus, um Perlen aus der 16-Bit-Ära nachzuholen oder erneut zu erleben. Hier lasse ich euch an meinen Erlebnissen teilhaben bei 16 Tage 16 Bit.
Tag 7: Ghostbusters
Es gibt wohl keinen anderen Film, den ich so oft gesehen habe wie Ghostbusters. Schon als Kind liebte ich die Komödie von Ivan Reitman und auch die Zeichentrickserie zu den vier Geisterjägern stand bei mir hoch im Kurs. Nur ein gescheites Videospiel zum Film fehlte meiner Kindheit, denn ich besaß leider nur das legendär beschissene Ghostbusters-Game für das Sega Master System.
Quelle: PC Games
16 Tage 16 Bit: Tag 7 - Ghostbusters (1)
Bis vor wenigen Jahren wusste ich gar nicht, dass 1990 auch ein Ghostbusters-Spiel für das Mega Drive erschien, das nichts mit dem Master-System-Murks zu tun hat und sogar gut sein soll. Meine Kindheit hätte also wohl doch nicht so enttäuschend sein müssen. Aber immerhin kann ich den Titel jetzt im Rahmen dieses Formats endlich nachholen.
Die Story des Spiels ist schnell erzählt: Kürzlich gab es in New York ein mächtiges Erdbeben und seitdem tauchen wieder haufenweise Geister auf. Die Ghostbusters kümmern sich natürlich darum und wollen herausfinden in welchem Zusammenhang das Erdbeben und das Erscheinen der Geister stehen.
Wir wählen jedoch nur einen der Geisterjäger, mit dem wir dann das Spiel bestreiten. Alle Charaktere unterscheiden sich hinsichtlich Schnelligkeit und Ausdauer. Allerdings gibt es auch direkt eine kleine Enttäuschung zu verkraften, denn nur Peter, Ray und Egon stehen zur Auswahl. Von Winston fehlt jede Spur. Da der Titel nach dem ersten Film spielt, gibt es also eigentlich keinen Grund, warum der von Ernie Hudson dargestellte Charakter nicht mit an Bord sein sollte.
Quelle: PC Games
16 Tage 16 Bit: Tag 7 - Ghostbusters (3)
Aber sei's drum. Nach der Charakterwahl dürfen wir in eines von vier Levels aufbrechen, um den dort herrschenden Spuk zu beseitigen. Die Reihenfolge, in der man die Gebiete aufsucht, ist egal. In jedem Level wartet neben jeder Menge kleinerer Geister mindestens ein Mini-Boss-Geist und ein Boss-Geist auf den tapferen Geisterjäger. In den Levels durchsucht man die verschiedenen Räume, um eben die größeren Fieslinge zu finden.
Für das Beseitigen der Mini-Bosse und Bosse erhält man Kohle, mit der man sich nützliche Items wie Bomben oder Nachtsichtgeräte oder eben bessere Waffen kaufen kann. Die neuen Waffen verbrauchen jedoch Energie, sodass man auch seine Energiekanister aufrüsten darf. Wenn die Energie mal zu Neige geht, ist das aber auch nicht so wild, denn selbst mit den Standardwaffen kann man sogar Bosse wie den allseits beliebten Marshmallow-Mann plattmachen. Man braucht nur etwas mehr Geduld.
Das Gameplay selbst ist simpel, aber spaßig. Man läuft durch die verschiedenen Räume der Gebäude, schießt Geister ab, weicht geschossen aus und springt über Plattformen. Mir gefällt vor allem das etwas cartoonhafte Design. Die Geisterjäger haben Riesenschädel und die Gespenster selbst sind wunderbar überzogen und schwanken zwischen Blödsinn und ernsthafter Bedrohung.
So kämpft man beispielsweise gegen einen gefährlich aussehenden Drachen, aber eben auch gegen einen bösen Schneemann, der mit Karotten schießt. Man hat sich hier offenbar sowohl vom Film als auch von der Zeichentrickserie The Real Ghostbusters inspirieren lassen.
Quelle: PC Games
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Zudem gibt es jede Menge Fan-Service. So lässt Slimer beispielsweise Energie fallen, wenn man ihn abschießt und auch der Marshmallow-Mann hat, wie bereits erwähnt, seinen Auftritt. An ein paar Stellen bin ich trotzdem genervt, weil die Steuerung teilweise nicht genau genug ist. Das fällt vor allem bei ein paar Bossen und auch bei den Sprungpassagen im Feuerlevel auf. Immerhin ist das Spiel aber fair. Hat man seine zwei Leben verwirkt, muss man zwar am Eingang des Gebäudes wieder anfangen, doch besiegte Bosse bleiben besiegt und man hat eine ordentliche Menge Continues.
Ghostbusters auf dem Sega Mega Drive ist ein echt ordentliches Action-Spiel, das durchaus Laune macht, mich aber auch nicht wirklich begeistert. Hätte ich den Titel als Kind besessen, würde ich ihn vermutlich nostalgisch verklärt lieben, aber rein spielerisch hab ich mittlerweile einfach viel bessere Action-Spiele aus der Ära gezockt. Ich würde ein zum Beispiel ein Gunstar Heroes immer einem Ghostbusters vorziehen. Ich bereue es aber auch nicht, den Titel endlich nachgeholt zu haben. Großen Ghostbusters-Fans wird das Spiel auch heute noch Spaß bereiten, es ist aber keins, das unbedingt in jede Retro-Sammlung gehört.
