Rain Man - Gold Edition

Test

MGM "vergoldete" ein Werk, in dem Dustin Hoffman an die Grenzen der Schauspielkunst geht

Rain Man - Gold Edition Von seinem Vater hört Autohändler Charlie Babbitt (Tom Cruise) erst wieder, als dessen Beerdigung ansteht. Eher widerwillig macht er sich auf, um seinem Erzeuger die letzte Ehre zu erweisen. Er hofft in erster Linie auf ein ordentliches Sümmchen als Erbschaft, das er mehr als dringend gebrauchen könnte. Doch außer einem alten Auto und den Rosensträuchern geht Charlie bei der Testamentsvollstreckung leer aus. Als Charlie der Sache auf den Grund geht, findet er heraus, dass er einen Bruder hat: Raymond (Dustin Hoffman).

Seit über 30 Jahren wird dieser in einem Sanatorium gepflegt. Raymond ist Autist und lebt zurückgezogen in seiner eigenen Welt. Auch wenn Raymond nicht den Unterschied zwischen einem Cent und 100 Dollar kennt, verfügt er über ein unglaubliches Zahlengedächtnis, das ihn innerhalb von Sekundenbruchteilen schwierigste mathematische Aufgaben lösen lässt.

Charlie beschließt, Raymond zu entführen, um auf diese Weise doch noch an die Hinterlassenschaft seines Vaters zu kommen. Auf der langen Reise nach Los Angeles nähern sich die beiden ungleichen Brüder an.

1988 landete "Rain Man" einen Überraschungserfolg. In Deutschland sahen sich über acht Millionen Zuschauer den Film im Kino an, weltweit spielte er über 400 Millionen Dollar ein. Bei der "Oscar"-Verleihung räumte er vier der begehrten Preise ab, darunter für die beste Regie und den besten Hauptdarsteller (Dustin Hoffman).

Bevor Regisseur Barry Levinson das Projekt übernahm, hatten u.a. auch Sydney Pollack und Steven Spielberg Interesse gezeigt. Die Problematik vor dem Drehstart und andere Anekdoten erläutert Levinson im Audiokommentar (deutsch untertitelt) und im retrospektiven Making of (ca. 21 Min.), in dem auch Autor Barry Morrow, Filmkomponist Hans Zimmer und einige der Produzenten zu Wort kommen.

Eher werbelastig gestaltet sich das Original-Making of (ca. 7 Min.). Interessantes erfährt man in dem 20 Min. langen Special über Autismus. Zudem finden sich noch eine geschnittene Szene, der Original-Kinotrailer und eine Bildergalerie. MS

Fazit

Film-Check: Die Geschichte der ungleichen Brüder erzählt Barry Levinson einfühlsam, mit viel Respekt für die Problematik des Autismus und dem für einen guten Unterhaltungsfilm nötigen Anteil an humorvollen Einlagen. Das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller ist herausragend, v.a. Dustin Hoffman besticht mit seiner Darstellung des autistischen Raymond.
DVD-Fazit: Die Gold Editions aus dem Hause MGM machen schon allein durch ihre Optik viel her. Dass auch der Inhalt stimmt, belegt wieder einmal diese Scheibe. Neben informativem Bonusmaterial enthält die Disc ein gelungenes Bild, das auch auf der Leinwand einen positiven Eindruck zu hinterlassen weiß. Beim Surroundsound schwächelt die DVD allerdings. Dennoch verdiente ...

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