RTL Winter Games 2007

Test Georg Valtin

In 13 Disziplinen wetteifern Sie mit KI-Gegnern oder Freunden auf Schanzen, im Eiskanal und auf der Piste.

Beim Rennrodeln geht es um jedes Zehntel. Daher sollten Sie in den Kurven immer auf der Ideallinie zwischen den blauen Strichen bleiben. Beim Rennrodeln geht es um jedes Zehntel. Daher sollten Sie in den Kurven immer auf der Ideallinie zwischen den blauen Strichen bleiben. Angesichts der globalen Erwärmung befürchten Pessimisten, dass die nächsten Olympischen Winterspiele wegen Schneemangel ins Wasser fallen. Wie schön, dass so was in der virtuellen Welt der PC-Spiele nicht passieren kann. Wie doof, dass Entwickler 49 Games uns mit RTL Winter Games 2007 nur einen Aufguss von Torino 2006 andreht. Neuheiten gibt es nicht in Form einer Lawine, sondern eher flöckchenartig: Curling als neue Sportart, ein zusätzlicher Spielmodus sowie grafische Kosmetik entzünden vielleicht eine Sparflamme, aber kein Olympisches Feuer.

Sportliche Vielfalt

Im Kampagnen-Modus müssen wir zunehmend schwierigere Herausforderungen schaffen -- etwa einen gezielten Bogenschuss beim Curling. Im Kampagnen-Modus müssen wir zunehmend schwierigere Herausforderungen schaffen -- etwa einen gezielten Bogenschuss beim Curling. RTL Winter Games 2007 enthält 13 Disziplinen: Slalom, Riesenslalom, Abfahrt, Super-G, Skispringen von der Normal- und Großschanze, Vierer- und Zweier-Bob, Rennrodeln, Curling, Biathlon sowie Eisschnelllauf (500 und 1.500 Meter). Sie können Einzelwettkämpfe bestreiten, die volle Palette oder ein individuell zusammengestelltes Programm. Egal, wofür Sie sich entscheiden: Am meisten Spaß macht es in jedem Fall, wenn Sie gegen menschliche Kontrahenten antreten.

Eine wirkliche Herausforderung ist die Kampagne, in der Sie vorgegebene Aufgaben in acht Stufen lösen müssen. Die lauten beispielsweise »erziele fünf Treffer in fünf Sekunden« beim Biathlon oder »überbiete eine Geschwindigkeit von 139 km/h beim Abfahrtslauf«. Auf den einfachsten Stufen erfüllen auch Einsteiger diese Anforderungen meist beim ersten Versuch. An den höchsten Schwierigkeiten beißen sich aber auch Profis die Zähne aus, da diese Aufgaben die perfekte Bewältigung einer Wettkampfpassage erfordern. Kleinste Fehler ziehen ein Scheitern nach sich, sodass es regelmäßige Frustmomente gibt.

Action statt Realismus

Wer realitätsnah umgesetzte Wintersportarten sucht, sollte das woanders tun: Wie in Torino 2006 gestaltete Entwickler 49 Games alle Sportarten sehr actionlastig. Deshalb reichen jeweils ein paar Tasten oder die Maus, um Ihre Sportler erfolgreich über die Piste oder durch den Eiskanal zu befördern. Lediglich fürs Curling gibt es Mecker, denn Kraft und Richtung lassen sich nicht genau genug einstellen.

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