Die neue Life-Sim Paralives wurde gestern endlich veröffentlicht und hat direkt Steam erobert.
Nach sieben Jahren Entwicklung war es gestern endlich so weit: Die Life-Sim Paralives startete in den Early Access. Wie das mit Early-Access-Spielen nun einmal so ist, sollte man hier noch kein hochpoliertes Erlebnis erwarten, wie es etwa Die Sims 4 bietet, doch bereits in dieser frühen Version beinhaltet Paralives allerlei Dinge, um sich von der Konkurrenz abzuheben - darunter etwa Kollaborationen mit Spielen wie Among Us und Outbound.
Ansonsten kann man etwa die Größe der Figuren im Charakter-Editor tatsächlich anpassen, das Dekorations-System ist ein wenig ausgereifter als bei Die Sims und viele, viele andere Dinge, die wir in einem separaten Artikel schon beleuchtet haben.
Life-Sim-Hoffnung startet durch: Steam-Spieler stürzen sich auf den Sims-Rivalen
Sims-Fans freuen sich derzeit besonders über die strategischen Elemente von Paralives. So könnt ihr direkt zu Beginn eine "Storyteller"-Persona wählen, die quasi den Schwierigkeitsgrad darstellt. Das entscheidet etwa, wie viel Geld ihr zu Beginn zur Verfügung habt, ob eure Paras auf der Arbeit automatisch die Toilette besuchen, und viele weitere Sachen.
Auch in Konversationen ist Paralives wesentlich interaktiver als Die Sims. So müsst ihr euch tatsächlich überlegen, welche Dialog-Option ihr wählen solltet. Hat euer Para etwa ein Talent fürs Kochen, könnt ihr ein bestimmtes Gericht für ein Date vorschlagen - hier besteht aber immer die Chance, dass die Option einfach fehlschlägt und ihr wie ein Depp dasteht.
Paralives möchte Sims-Fans wohl genau die Features geben, die sie sich seit Langem wünschen, und dieses Konzept scheint ziemlich gut aufzugehen. Direkt zum Launch konnte Paralives einen Spielerrekord von knapp 80.000 gleichzeitig aktiven Nutzern auf Steam aufstellen. Zum Vergleich: Auf Steam waren in Die Sims 4 maximal knapp 100.000 Spieler unterwegs und gerade im Moment spielen tatsächlich mehr User Paralives als Die Sims 4 - obwohl man hier natürlich noch die ganzen EA-App-Spieler einberechnen muss.
Für ein Indie-Projekt wie Paralives ist das jedoch ein ziemlich imposanter Erfolg, und wenn die Entwickler mit den zukünftigen Updates überzeugen können, haben wir hier womöglich endlich einen richtigen Sims-Konkurrenten. Schon jetzt kommt der Titel bei den Spielern nämlich ziemlich gut an. Von den etwa 2.500 Nutzerbewertungen fallen ganze 89 Prozent positiv aus.
Und das, obwohl momentan noch einige "wichtige" Features fehlen. Im Moment gibt es beispielsweise noch kein System für Wetter oder Jahreszeiten und auch Tiere sind noch nicht allzu viele vorhanden. Diese Dinge sollen aber laut einer Roadmap innerhalb der ersten zwei Jahre im Early Access nachgereicht werden. In den nächsten Monaten kümmert sich das Team vor allem um die Performance und Fehlerbehebungen.
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