Code-1-Review: Pan’s Labyrinth

Test Steve Buchta

Guillermo del Toros alptraumhaftes Märchen zeigt die Schrecken von Faschismus und Krieg aus Sicht eines Kindes.

Hausmädchen Mercedes (Maribel Verdú) versucht, sich um Ofelia (Ivana Baquero) zu kümmern Hausmädchen Mercedes (Maribel Verdú) versucht, sich um Ofelia (Ivana Baquero) zu kümmern Fantasy Eine der besonderen Gaben eines Kindes ist seine Fantasie. Die schier unbegrenzt scheinende Vorstellungskraft ermöglicht es, sich auch in schwierigen Situationen eine bessere Welt auszumalen. Guillermo Del Toro ("Hellboy") setzte dieser Fähigkeit des menschlichen Geistes nun ein filmisches Denkmal.

Spanien, 1944: Gemeinsam mit ihrer schwangeren Mutter zieht die kleine Ofelia (Ivana Baquero) zu ihrem Stiefvater, einem brutalen Offizier der spanischen Armee (Sergi López). Eines Nachts begegnet dem Mädchen ein geheimnisvoller Faun (Doug Jones). Der gehörnte Waldgeist stellt Ofelia drei gefährliche Aufgaben. Nur wenn sie die Prüfungen besteht, soll sie als Prinzessin Moana in ihr Märchenreich zurückkehren dürfen.

Angesichts der Bedrohung durch die Schergen des faschistischen Franco-Regimes scheint die düstere Welt, in die sich Ofelia flüchtet, trotz ihrer Gefahren die bessere Alternative. Ein dauerhaftes Entrinnen aus der Realität gibt es freilich nicht.

Füllhorn

Schauerlich: Das augenlose Monster scheint nur darauf zu warten, Kinder verspeisen zu können Schauerlich: Das augenlose Monster scheint nur darauf zu warten, Kinder verspeisen zu können Auf Disc 1 warten nach der Videoeinführung durch Guillermo del Toro noch der Audiokommentar des Filmemachers sowie die Trailer und Poster. Die zweite Scheibe beinhaltet sehenswerte Featurettes zu dem für sechs "Oscars" nominierten und schließlich mit drei der begehrten Goldjungen ausgezeichneten Streifen, die sich u.a. mit der mythologischen Ebene der Story und den aufwändigen Masken und Kostümen auseinandersetzen. Sie werden ergänzt durch Notizbuchseiten des Regisseurs.

Schöne Dreingabe: Die komplette Episode der "Charlie Rose Show" mit Regisseur del Toro und seinen mexikanischen Kollegen Alfonso Cuarón und Alejandro González Iñárritu. Einen Test der deutschen Code-2-DVD finden Sie in der aktuellen DVD Vision 08/2007.

Fazit

Film-Check: Fantasy-Freunde mit schwachen Nerven seien gewarnt. So gelungen die künstlerische Umsetzung der mystischen Figuren und Orte auch ist, angesichts expliziter Gewaltszenen und fortwährend bedrohlicher Stimmung dominieren Schrecken und Abscheu Guillermo del Toros Parabel über die Macht der Träume. Bei derart harter Kost stellt sich trotz wunderschöner Kulissen, brillanter Ausstattung und detailreicher Kostüme keine Verzauberung ein, wie man sie beispielsweise von Tim-Burton-Filmen kennt. Der beklemmenden Atmosphäre kann man sich nur schwer entziehen. Eindringlich gespielt, fasziniert und verstört das Horrormärchen zu gleichen Teilen.
DVD-Fazit: Der Pappschuber mit Prägedruck, die umfangreichen Extras und die sehr gute Technik machen es schwer, auf die Code-2-DVD zu warten. Deren Vorteil ist die deutsche Synchro, denn die US-Disc hat nur untertitelten O-Ton.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk