P.S. - Liebe auf Anfang

Test

Vor über 20 Jahren verlor Louise Harrington (Laura Linney) ihre große Liebe, den Maler Scott Feinstadt bei einem Autounfall. Inzwischen ist sie 39 Jahre alt, seit kurzem von ihrem Mann Peter (Gabriel Byrne) geschieden und an der Kunsthochschule in Columbia für die Zulassung der Studenten zuständig. Eines Tages flattert ein Bewerbungsschreiben mit dem Absender "F. Scott Feinstadt" in ihr Büro. Zufall oder Schicksal?

Kurzerhand lädt Louise den jungen Mann (Topher Grace) zu einem Vorstellungsgespräch ein und staunt nicht schlecht: Scott sieht ihrem verstorbenen Highschool-Lover nicht nur zum Verwechseln ähnlich, sondern besitzt auch dessen herausragendes, künstlerisches Talent. Trotz des großen Altersunterschieds lässt sich Louise auf eine heiße Affäre ein -- bis sich ihre beste Freundin Missy (Marcia Gay Harden) einmischt ...

Verwechslungsgefahr

Für die Special Features der DVD haben Regisseur Dylan Kidd ("Roger Dodger") und sein Kameramann Joaquin Baca-Asay einen aufschlussreichen Audiokommentar abgeliefert. Während der Filmemacher seine Akteure lobt und diverse Hintergrundinformationen zu den Dreharbeiten preisgibt, klärt Baca-Asay den Zuschauer über seine Vorgehensweise bei speziellen Aufnahmen auf. Gelegentlich ist es etwas schwierig, das Duo stimmlich auseinander zu halten.

Unter dem Menüpunkt "Extra Scenes" verbergen sich die drei zusätzlichen Szenen "Das Malerei-Komitee", "Im Café" und "Besuch in seinem Keller" sowie die beiden Langfassungen von "An der Bar" und "Im Hotel", auf Wunsch mit Erläuterung des Regisseurs. Den Abschluss bilden unkommentierte Extras wie Filmografien von Cast & Crew und eine Bildergalerie. P.S.: Bei allen Features muss man auf deutsche Untertitel verzichten.SN n

Fazit

Film-Check: Mit seiner dritten Regiearbeit inszenierte Dylan Kidd ein auf der Romanvorlage "P.S." der Bestseller-Autorin Helen Schulman basierendes, romantisches Drama. Die Themen Wiedergeburt, verlorene Liebe, fragwürdige Freundschaften und familiäre Probleme werden allerdings etwas eintönig abgehandelt, es fehlt an Pointen und Höhepunkten.Über die Schwächen im Drehbuch tröstet die hervorragende Leistung der charmanten Laura Linney einigermaßen hinweg. Der Ausarbeitung der Nebencharaktere hätte man mehr Aufmerksamkeit widmen sollen. Summa summarum: Eine nett gemeinte, aber belanglos ausgefallene Beziehungsgeschichte.
DVD-Fazit: Die technische Umsetzung von Bild und Ton ist durchaus solide ausgefallen. Unter dem Bonusmaterial lohnen die zusätzlichen Szenen und der (leider nicht deutsch untertitelte) Audiokommentar einen näheren Blick.

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