Tony Jaa, neuer Stern am Eastern-Action-Himmel, zelebriert die Reinkarnation des wahren Kampfkunstkinos
Als der Kopf der Buddha-Statue Ong-Bak aus dem Tempel einer kleinen thailändischen Dorfgemeinde gestohlen wird, fürchten die Bewohner um ihre Existenz. Der junge Ting (Tony Jaa), der die Kampfkunst des Muay Thai Boran beherrscht, erklärt sich bereit, das Heiligtum zurückzubringen.
Er verfolgt den vermeintlichen Dieb bis nach Bangkok, wo er sich notgedrungen mit diesem zusammen tut. Da der Steinkopf mittlerweile in den Besitz eines skrupellosen Kunsträubers übergegangen ist, muss Ting seinen vernichtenden Kampfstil öfter einsetzen, als ihm lieb ist.
Phänomenale Fights
Dass Kampfkunstfilme meist keine allzu gehaltvolle Geschichte erzählen, ist leider eine Tatsache. Prachya Pinkaews "Ong-Bak" macht da keine Ausnahme und bietet eine äußerst banale, vorhersehbare und auch schon zigmal da gewesene Rahmenhandlung, die einzig und allein dazu dient, eine Brücke zwischen den -- mit Verlaub -- wirklich sensationellen Kampf- und Actionszenen zu schlagen. Die sind es dann nämlich auch, die "Ong-Bak" für wirklich jeden, der sich nur ansatzweise für Martial Arts interessiert, absolut sehenswert machen.
Hauptdarsteller Tony Jaa verteilt Tritte, Knie- und Ellbogenschläge, dass dem Zuschauer permanent die Kinnlade herunterklappt, und scheint den Gesetzen der Physik oftmals nicht unterworfen zu sein. Das hat man in dieser (Stil-)Form noch nie, mit dieser unglaublichen, nachhaltigen Intensität seit Bruce Lee nicht mehr in einem Film gesehen.
Dass der durchtrainierte Thailänder die im Film gezeigten Moves auch tatsächlich ohne Drahtseile und Special Effects aus dem Effeff beherrscht, demonstriert Tony Jaa im Bonusmaterial der Doppel-DVD sowohl im ausgedehnten Making of als auch bei der Premieren-Show in Frankreich eindrucksvoll. Weiterhin geben auch die Interviews mit Regisseur Prachya Pinkaew und dem Hauptdarsteller Aufschluss über die Härte und Authentizität des Drehs und der vierjährigen Vorbereitungszeit. TO n
