Die sehenswerte Mischung aus Schülerdrama und Martial-Arts-Film war in Korea einer der größten Kinoerfolge.
Hyeon-su (Sang-woo Kwone) will seinen brutalen Mitschülern eine Lektion erteilen.
Kino hat in Korea eine lange Tradition. Martial-Arts-Streifen spielen in der Geschichte koreanischer Filmkunst keine besondere Rolle. Hoch im Kurs stehen dagegen anspruchsvolle Arthaus-Produktionen und Dramen. 2004 verband der Streifen "Once Upon a Time in High School" sowohl sozialpolitische Aspekte als auch Elemente der Pop- und Jugendkultur des geteilten Landes.
Fit for School
In der militärisch geleiteten Jungmoon-Schule ist Gewalt an der Tagesordnung
Seoul im Jahr 1978. Während die stolze Nation Südkorea mit aller Gewalt nach Demokratie strebt, herrscht an den Lehranstalten des Landes ein strenges Regiment. Ältere Semester tyrannisieren jüngere Schüler, was wiederum von den militanten Lehrern und Aufsehern mit Demütigungen und Prügelstrafen geahndet wird. Als Hyeon-su (Sang-woo Kwone) und sein Vater in einen anderen Stadtteil von Seoul ziehen, muss der schüchterne und sanftmütige Junge die gefürchtete Schule Jungmoon besuchen.
Bei einer Schlägerei kommt ihm der Raufbold Wook-soon zur Hilfe. Zwischen den beiden ungleichen Jugendlichen entsteht eine Freundschaft. Als das Interesse für ein Mädchen ins Spiel kommt, findet diese allerdings ein jähes Ende. Hyeon-su beginnt, Jeet Kune Do zu trainieren -- eine besonders harte Form von Kampfsport, die Bruce Lee berühmt machte ...
Zuschauer, die sich fragen, ob koreanische Schulen tatsächlich so schlimm seien, versichert Regisseur Ha Yu in Interviews, dass er nicht übertreibe -- seine in den späten 70ern gemachten Erfahrungen seien höchstens noch schlimmer.
