Million Dollar Baby Special Edition

Test

Faustschläge, Tiefschläge, Schicksalsschläge Clint Eastwoods preisgekröntes Werk über Wunschträume und eine ungewöhnliche Beziehung

In den Seilen

Paul Haggis' Drehbuch basiert auf einer Kurzgeschichte aus der Sammlung "Rope Burns" (dt. Titel: "Champions: Geschichten aus dem Ring") des 2002 verstorbenen Autors F.X. Toole. Toole arbeitete selbst jahrelang als "Cut Man" und war im Ring für die Versorgung von Verletzungen zuständig -- er weiß also, wovon er spricht. Eastwood las das Skript und hatte sein nächstes Projekt gefunden. Was ihm besonders an "Million Dollar Baby" gefiel, war laut eigener Aussage nicht die eigentliche Boxgeschichte, sondern das dahinter liegende Beziehungsdrama zwischen dem Trainer und dessen "Ersatztochter".

Um ihrer Rolle gerecht zu werden und eine glaubhafte Kampfsportlerin abzugeben, trainierte Hilary Swank drei Monate lang mit dem legendären Box-Coach Hector Roca, der als einer der Besten seiner Zunft weltweit gilt und schon etliche Boxer zum Weltmeisterschaftstitel geführt hat. Daneben stand auch Muskelaufbau mit dem Gewichtheber Grant Roberts auf Swanks Trainingsplan. Auf diese Weise legte die schlanke Schauspielerin etwa 20 Pfund Muskelmasse zu -- Doubles waren damit passé. Zusätzlich arbeitete sie auch mit echten Profiboxerinnen wie der vierfachen Weltmeisterin Lucia Rijker, die im Film den Part einer berüchtigten Boxerin aus Ostdeutschland übernimmt.

Ring frei

Rijker, die zudem als Beraterin für die Kampfszenen verantwortlich zeichnet, kommt auch in einem knapp 20-minütigen Making of auf der Bonus-DVD zu Wort. Hier berichtet sie von ihren eigenen Erfahrungen als weiblicher Boxer. Daneben plaudert Swank über ihr intensives Training und darüber, wie sie allmählich begriffen hat, warum jemand in den Ring steigt, um sich vermöbeln zu lassen ...

Wer sich für die lange Entstehungsgeschichte des Films interessiert, wird in der 13-minütigen Featurette "Die Produzenten -- Runde 15" mit Details versorgt. Während Albert Ruddy und Tom Rosenberg den ungewöhnlichen Werdegang des Projekts und ihre Verhandlungen mit F.X. Toole analysieren, spricht Drehbuchschreiber Paul Haggis über seinen ersten Entwurf, der zu seiner großen Verwunderung von Eastwood anstandslos akzeptiert wurde.

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