Klein, aber gemein: Codemasters' Mini-Boliden rasen, rempeln und ballern um die Wette. Wer möchte da nicht spontan mitmischen?
D er erste Blick auf die neue "Micro Machines"-Raserei macht nicht gerade Lust auf mehr. Derart altbackene Bonbon-Grafik hat die PlayStation2 einfach nicht mehr nötig! Wir haben die Bonsai-Raserei trotzdem angespielt - und dabei sogar ein bisschen Spaß gehabt.
Das Spielprinzip ist simpel: Ihr heizt mit winzigen Boliden durch allerlei Alltags-Umgebungen wie Gärten, Esszimmer und Häuserdächer. Dabei sammelt ihr nach Möglichkeit die Power-ups ein, die auf den Strecken verteilt sind: Raketenwerfer und Plasmakanone leisten beim Kampf um den ersten Platz gute Dienste. Nicht nur das, sie sind eigentlich fast schon erforderlich, um überhaupt eine Siegchance zu haben.
FREISCHALTFRUST
Der Singleplayer-Modus gegen die CPU ist nämlich bockschwer: Irgendwie scheinen die Gegner nie einen Fahrfehler zu machen. Sobald ihr aber von der Strecke fliegt, habt ihr praktisch schon verloren. Weder bei normalen Rundkurs-Rennen noch bei Checkpoint-Races oder Kampf-Turnieren könnt ihr durchschnaufen. Bei den Checkpoint-Rennen zehrt zudem das knappe Zeitlimit am angespannten Nervenkostüm.
Am Umfang gibt's dagegen nichts zu meckern: Ganze 50 Strecken und 750 Fahrzeuge wollen freigeschaltet werden. Und doch liegt hier der Hase im Pfeffer - um aus dem Vollen schöpfen zu können, müsst ihr nämlich die nervigen Turniere gewinnen. Gerade bei einem Spiel, das sich so offensichtlich als Fun-Racer versteht, ein unverzeihlicher Fehler.
Spielfreude kommt eigentlich nur in Mehrspieler-Matches auf. Per Multitap könnt ihr bis zu acht gleichzeitig daddeln. Ihr drängt eure Mitspieler von der Bahn, sorgt für Abstürze oder beharkt den gegnerischen Wagen mit dem Raketenwerfer: Schadenfreude als Spielspaß-Prinzip.
Ein nettes Feature am Rande: Wenn ihr eure Memory Card dabei habt, könnt ihr mit euren Kumpels freigeschaltete Strecken und Fahrzeuge tauschen. So spart man sich doch noch die eine oder andere frustige Turnier-Fahrt. ab
