Der schlimmste Albtraum eines Mannes ist der erste Besuch bei den Eltern der Verlobten? Vergessen Sie's! Es kann durchaus noch schlimmer kommen ...
Krieg der Welten
Schon bei der Ankunft des Hightech-Trosses auf dem bunten Anwesen der Fockers wird deutlich, dass hier zwei Einstellungen aufeinander prallen, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite die erzkonservativen, verklemmten Byrnes', auf der anderen Seite die Fockers, die ein absolut unkonventionelles Leben führen. Bernie Focker (Dustin Hoffman) ist als relaxter Hausmann tätig, seine Frau Roz (Barbra Streisand) arbeitet als Sexualtherapeutin für ein Klientel, von dem man annehmen würde, dass es für derartige Interessen eigentlich schon zu alt wäre.
Bernie und Roz bemühen sich zwar, bei den Byrnes' einen guten Eindruck zu hinterlassen, geizen aber von Anfang an nicht mit intimen Details, wie etwa Gregs Zeugung mit nur einem Hoden (!), die nicht nur ihren Sprössling immer wieder in Verlegenheit bringen. Doch wie sich zeigt, ist die Herzlichkeit der Gastgeber nicht unendlich. Die Fronten verhärten sich, als der immer misstrauischer werdende Jack ob der vielen Focker-Fauxpas' ein paar abfällige Bemerkungen zu viel vom Stapel lässt. Die Schwiegereltern kriegen sich mehrfach in die Haare und das Familientreffen stürzt ins Chaos. Ob da noch zusammenwächst, was zusammengehört?
Idealbesetzung
Wirft man einen Blick auf die Darstellerriege, ist der immense Erfolg der Fortsetzung kaum verwunderlich. Wie oft bekommt man schon die Gelegenheit, derart viele Top-Stars -- darunter drei lebende Legenden -- in einem Film vereint zu sehen? Dabei erwies sich v.a. Dustin Hoffman als wahrer Glücksgriff. Wenn er als notgeiler Althippie im aufgeknöpften Hemd ein Tänzchen aufs Parkett legt, bleibt kein Auge trocken. Dabei legt Hoffman eine Spielfreude an den Tag, die man so von ihm noch nicht gesehen hat.
Wunderbar ergänzt wird diese Performance von einer kongenialen Barbra Streisand, die nach acht Jahren erstmals wieder vor und nicht hinter der Kamera stand und ebenfalls sichtlich Gefallen an ihrer flippigen Rolle fand. Natürlich ist auch Robert De Niro als knorriger Ex-Agent wieder ein Knaller. Er demontiert weiterhin sein altes Tough Guy-Image und schnallt sich auch schon mal einen Latex-Busen um, damit sein Enkel während des Besuchs bei den Fockers nicht von der Mutterbrust entwöhnt wird.
