Mein Leben ohne mich

Test

Was tun, wenn man erfährt, dass man nur noch wenige Monate zu leben hat? Sich aufgeben und verkriechen? Noch schnell eine Weltreise machen? Einfach weiterleben wie bisher?

Für die 23-jährige Ann (Sarah Polley) bricht zunächst eine Welt zusammen, als ihr Hausarzt ihr eröffnet, dass sie Gebärmutterkrebs im Endstadium habe. Die Mutter zweier Töchter beschließt, weder ihrem Ehemann Dan (Scott Speedman), noch ihrer autoritären Mutter (Deborah Harry) oder ihrer diätsüchtigen Arbeitskollegin (Amanda Plummer) von ihrem bitteren Los zu berichten. Stattdessen fasst sie neuen Mut. Sie spricht für ihre Kinder Glückwünsche bis zum achtzehnten Geburtstag auf Band, sucht eine neue Frau für ihren Mann und wagt zum ersten Mal im Leben einen Seitensprung.

Innerhalb des Bonusmaterials gewährt das halbstündige Making of einen kurzen, aber sehr interessanten Blick hinter die Kulissen des Films. Weiter geht es mit einer unkommentierten B-Roll und einem 24-minütigen Gespräch mit der spanischen Regisseurin Isabel Coixet, allerdings in deren Muttersprache geführt. Auf Englisch hingegen sind die Interviews mit den Darstellern Scott Speedman, Sarah Polley, Leonor Watling, Amanda Plummer sowie Mark Ruffalo. MN

Fazit

Film-Check: Ein einfühlsames und mitreißendes Drama über den Tod, die Liebe und die Zerbrechlichkeit der Träume. Vor allem die Hauptdarstellerin Sarah Polley überzeugt in ihrer Rolle als Todkranke.
DVD-Fazit: Ein trauriger und zugleich optimistischer Film, der zum Nachdenken anregt. Pedro Almodòvar produzierte ein aufwühlendes Drama, das zum Überraschungsfilm der Berlinale 2003 avancierte. Audiovisuell ist die DVD in Ordnung, bei den Special Features (v.a. den Interviews) wären deutsche Untertitel schön gewesen.

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