Studiobesuch bei Bioware: Wir haben uns Mass Effect: Andromeda im kühlen Kanada angesehen und viele neue Informationen mitgebracht.
Die Reise in ein ganz anderes Sternensystem in Mass Effect: Andromeda vergleicht Director Mac Walters bei unserem Studiobesuch mit einer Reise zum Mars. In vier Archeschiffen brechen unterschiedliche Forscher und Entdecker aller möglicher Alien-Rassen, unter ihnen auch die Ryder-Geschwister (das sind die beiden Hauptfiguren aus dem vierten Teil der Mass Effect-Saga) in die Andromeda-Galaxie auf. Ein Rückflugticket gibt es nicht, und was die Reisenden vor Ort erwarten wird, weiß niemand. Zocker weltweit werden im ersten Quartal des Jahres den Fuß in fremde Welten setzen, wir haben bereits jetzt einen kleinen Trip in die Ferne gewagt und ein paar wichtige Informationen zum Rollenspiel mitgebracht.
Quelle: Bioware
Kleiner Gleiter:
Mit dem wendigen Schiff Tempest landet ihr auf Planetenoberflächen. (PC)
Quelle: Bioware
Nackt-Scanner:
Das Hilfsmittel weist auf Eigenarten der Gegner hin und erfasst die Zusammensetzung der Umgebung. (PC)
Alles auf Anfang
Die Reaper spielen beim Road Trip durch die Galaxis gar keine Rolle. Andromeda ist vor den Geschehnissen der Trilogie angesiedelt. Auch wer die Vorgänger nicht kennt, steigt ohne Probleme in Andromeda ein. Der Grundton des Rollenspiels soll etwas weniger militärisch ausfallen. Herr und Frau Ryder sind in erster Linie Forscher, dann erst Soldaten. Ganz ohne Action kommt das Rollenspiel natürlich trotzdem nicht aus, nach wie vor werden packende Auseinandersetzungen zum Alltag gehören, egal ob der Feind ein wütendes Alien-Tier oder eine Gruppe außerirdischer Drogendealer ist. Durch einen Wechsel der Engine und stärkere Hardware machen nicht nur Effekte mehr her, auch die Physik wurde verbessert. so gehen Teile der Umgebung bei den Gefechten nun spektakulär zu Bruch.
Auf in unbekannte Weiten
Gleichzeitig aber soll das Entdecken neuer Welten eine große Rolle spielen. Der Mako wurde ersetzt vom Nomad, ebenfalls eine Art Buggy mit Platz für ein paar Teammitglieder. Statt durch enge Levelkorridore fährt und spaziert man nun über weite Planetenflure und macht dabei Entdeckungen weit abseits der Hauptquest. Ein Open-World-Spiel im klassischen Sinne ist Andromeda zwar immer noch nicht, es soll sich aber deutlich freier und größer anfühlen als zum Beispiel der Vorgänger. Vor allem die "Story-Planeten", auf denen Teile der Haupthandlung stattfinden, werden ähnlich weitläufig sein wie die großen Gebiete in Dragon Age: Inquisition.
Quelle: Bioware
Genau hinsehen:
Hinter dem Visier erkennt man nun sogar die Gesichter der Figuren, die in der Panzerung stecken. (PC
Quelle: Bioware
Partikel Ahoi:
Flammen, Neonlicht und Regentropfen - die Engine lässt ihre Muskeln spielen. (PC)
Mit den Gefährten kann man serientypisch ein weiteres Mal anbandeln. Dieses Mal sollen aber realistischere Reaktionen der virtuellen Begleiter und bessere Dialoge die Romanzen überzeugender darstellen. Das bereits bekannte Dialograd hingegen, mit dessen Hilfe man bei Gesprächen Antwortmöglichkeiten wählt, ist wieder mit an Bord. Neu hingegen sind die Kett, eine Alienrasse, die in der herkömmlichen Mass Effect-Trilogie nicht vorkam. Die mit Knochenrüstungen gepanzerten Wesen sind den Ryders nicht freundlich gesinnt. Mac Walters merkt außerdem an, dass das Volk im Laufe der Story eine wichtige Rolle einnehmen wird. Ebenfalls noch unbekannt ist, wer oder was die Rolle des Bösen einnehmen wird. Ob die beiden Unbekannten etwas miteinander zu tun haben werden? Hmm ...
Quelle: Bioware
Unter Kontrolle:
Biotiker verfügen über Psi-Kräfte. Ob wir der Kreatur so Befehle erteilen können? (PC)
Einer und viele
Während uns die Inhalte des Einzelspielermodus nur vorgeführt werden, dürfen wir im Mehrspielerpart selbst zum Controller greifen. Die Interaktion von Single- und Multiplayermodus wurde gestrichen - bei Mass Effect 3 noch wirkten sich die Ergebnisse der Online-Gefechte auf die Handlung des Abenteuers aus, was natürlich all denjenigen nicht gefiel, die ungern online zocken. Ansonsten gibt es durchaus Ähnlichkeit zum Vorgänger: Vier Spieler versuchen, Wellen von Gegnern abzuwehren. Bereits in den ersten Minuten lernen wir das neue, automatische Deckungssystem kennen und lieben - auch wenn wir jetzt mehr darauf achten müssen, wie nahe wir Wänden und Kisten beim Rennen kommen. Ebenfalls gut gefallen hat uns die erhöhte Vertikalität der Level, die für mehr Abwechslung und Spannung auch bei kleineren Karten sorgt.
Mit neuen Fertigkeiten, wie etwa einer Art Halbkugelschild, der auch Freunde in der Nähe vor Schaden bewahrt, wird das Geschehen zusätzlich aufgemischt. Klar, der Mehrspielerpart ist nicht das Herz von Mass Effect, er schlägt sich aber bereits jetzt sehr gut und ergänzt das epische Weltraumabenteuer hoffentlich perfekt. Unser Besuch bei Bioware jedenfalls hat uns nach all den Unkenrufen und Gerüchten der letzten Monate deutlich beruhigt. Ob Andromeda das beste Spiel der Reihe wird? Wissen wir noch nicht. Aber bald.
Entwickler: Bioware | Hersteller: Electronic Arts
