Mafia Replay: Darum erinnern wir uns noch heute gerne an Tommy und Vito, 15 Jahre nach Release

Special Peter Bathge
Mafia Replay: Darum erinnern wir uns noch heute gerne an Tommy und Vito, 15 Jahre nach Release
Quelle: PC Games

Die Mafia-Serie hat einen besonderen Platz im Herzen vieler Spieler. Zum 15. Geburtstag werfen wir einen Blick zurück auf Höhe- und Schwachpunkte der Actionspiele, von Strafzetteln für zu schnelles Fahren bis hin zu schlüpfrigen Playboy-Magazinen. Mafia: The City of Lost Heaven erschien am 27. August 2002 in Nordamerika, der Release hierzulande folgte am 6. September des gleichen Jahres.

Mafia vs. GTA 3.

An solchen Vergleichen kam 2002 kaum ein Spielemagazin vorbei. Beide waren sie Actionspiele, beide beschäftigten sich mit dem organisierten Verbrechen und beide wollten sie mit riesigen 3D-Welten punkten, in denen sich der Spieler frei bewegen durfte. Die Sache hatte nur einen Haken: Der Vergleich war völlig unpassend.

Vom Driver-Klon zum Mafiosi-Spiel

Wo kaufen?
Die Download-Version von Mafia wurde aufgrund von Lizenzstreitigkeiten aus dem Steam-Katalog entfernt. Wer Mafia damals gekauft hat, der kann es aber immer noch in seiner Steam-Bibliothek finden. Für Neukäufer ist das Spiel nur noch als CD-Fassung erhältlich.

Hey 2k Games, eine Wiederveröffentlichung als schön aufgearbeitete Gog.com-Version ohne DRM wäre doch ein super Service für die vielen treuen Fans, oder?

Rockstar sprengte im Oktober 2001 mit seinem ersten dreidimensionalen Vertreter der Grand Theft Auto-Serie alle Verkaufsrekorde auf der Playstation 2 und etablierte Liberty City als einen der denkwürdigsten Schauplätze in der Videospiel-Geschichte. Während Rockstar seinen Ruf als Meister des Anarcho-Spaßes zementierte und neben spaßigen Missionen zahlreiche Nebenbeschäftigungen in einer lebendig wirkenden Spielwelt anbot, verfolgte das tschechische Studio Illusion Softworks einen anderen Ansatz. Dort entstand ab Ende 1998 nämlich ein Spiel, das mehr mit Driver als mit GTA zu tun hatte.

Mafia 1 und 2 - Erinnerungen an die Vorgänger von Mafia 3

Was haben wir im ersten Mafia mit Held Tommy Angelo mitgefiebert! Quelle: 2K Czech Was haben wir im ersten Mafia mit Held Tommy Angelo mitgefiebert! Unter dem höchst innovativen Codenamen Gangster arbeiteten die Tschechen an einem Rennspiel, das unter anderem einen Mehrspielermodus beinhalten und bereits im Jahr 2000 erscheinen sollte. Als Basis nutzte Illusion Softworks ihre eigene 3D-Engine, die zuvor bereits im Zweiter-Weltkrieg-Taktikspiel Hidden & Dangerous zum Einsatz kam.

Glücklicherweise erwies sich die verwendete Technik als unbrauchbar für Gangster. Illusion Softworks stieg um auf die LS3D Engine und verschob im Zuge dieser Entwicklung auch den Fokus von Gangster. Der Mehrspielermodus wurde gestrichen, die Rennspieleinlagen auf ein Minimum reduziert. Eine glückliche Fügung des Schicksals möchte man meinen, denn so erblickte 2002 schließlich das Action-Spiel Mafia: The City of Lost Heaven das Licht der Welt.

Mafia stellt im Gegensatz zu GTA 3 eben gerade nicht jene Metropole namens Lost Heaven in den Mittelpunkt, sondern Tommy Angelos spannende Lebensgeschichte. Vom Taxifahrer zum Mafioso: Dieser cineastisch dargebrachte, in Rückblenden erzählte Lebenslauf begeisterte uns mit interessanten Charakteren (Don Salieri, Paulie, Frank!) und überraschenden Wendungen. Selbst für eine glaubwürdige Liebesgeschichte mit der schönen Sarah fand Illusion Softworks (später 2K Czech) einen Platz. Vom schockierenden, aber konsequenten Mafia-Ende ganz zu schweigen (siehe Video, Vorsicht Spoiler!).
Erwischt einen die Polizei in Mafia 2, gibt es immer noch die Möglichkeit, Schmiergeld zu bezahlen. Quelle: PC Games Erwischt einen die Polizei in Mafia 2, gibt es immer noch die Möglichkeit, Schmiergeld zu bezahlen. An diese Endsequenz knüpfte satte acht Jahre später Mafia 2 an. Der Gastauftritt von Mafioso-­Aufsteiger Tommy Angelo gehörte zweifellos zu den Highlights, denn spielerisch schwächelte das von vornherein auch für Konsolen entwickelte Mafia 2 etwas. Manch ein Fan vermisste den PC-Fokus des Erstlings. In Sachen Atmosphäre und Erzählkunst steckte aber auch Mafia 2 viele Konkurrenten locker in die Tasche.

Das lag nicht zuletzt am großartigen Soundtrack, der schon im ersten Mafia für Entzückung sorgte und genau wie Story und Charaktere klare Film-Anleihen an Der Pate oder Good Fellas aufwies. Auch grafisch kann sich Mafia 2 immer noch sehen lassen, besonders Explosionen und Charaktere schauen schmuck aus.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Mafia 1+2 Replay: Entstehungsgeschichte
  2. Seite 2 Mafia 1+2 Replay: Missionen und Macken
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