Shainee Gabels Debütfilm glänzt mit einem beachtenswerten Cast, darunter John Travolta und Scarlett Johansson
Irgendwo in New Orleans. So wie es scheint, hat der in die Jahre gekommene einstige Literaturprofessor Bobby Long (John Travolta) nichts mehr zu verlieren. Oder warum verbringt er seine Tage in einer Bruchbude mit jeder Menge Alkohol, Zigaretten und geht allen mit dem Zitieren berühmter Autoren auf die Nerven? Liegt es vielleicht an seinem ebenfalls versoffenen Mitbewohner und Assistenten Lawson Pines (Gabriel Macht, "Der Einsatz"), der über seinen einst erfolgreichen Mentor eine Biografie schreiben will?
Das Bohème-Leben der beiden ändert sich allerdings schlagartig, als die 18-jährige Pursy Will (Scarlett Johansson) auftaucht. Sie ist die Tochter der verstorbenen Hausbesitzerin und will ihr Erbe antreten. Doch wie es aussieht, haben Bobby und Lawson ein lebenslanges Nutzungsrecht. Also bleibt Pursy nichts anderes übrig, als sich irgendwie mit der Situation zu arrangieren -- was nicht gerade auf Gegenliebe stößt.
Was lange währt ...
Der Audiokommentar von Regisseurin Shainee Gabel und ihrem Kameramann Elliot Davis ("Ich bin Sam") enthält zahlreiche interessante Hintergrundinformationen zu dieser Romanadaption. So beschloss die Filmemacherin bereits sechs Jahre vor Drehstart, dass Johanssen die Rolle der Pursy übernehmen sollte. Ihr und ihrer Mutter Melanie, die sich als Managerin und Co-Produzentin betätigte, war es dann schließlich zu verdanken, dass Superstar John Travolta mit an Bord kam.
Wer den Darstellern beim Proben oder Travolta beim Lernen des Skripts über die Schulter sehen möchte, hat dank einer etwa neunminütigen Behind-the-Scenes-Featurette die Möglichkeit dazu. Das Making of (ca. 28 Min.) besteht überwiegend aus gegenseitigem Lob von Cast & Crew-Mitgliedern sowie einigen Filmausschnitten. Nicht verpassen sollte man die acht gelöschten Szenen wie "Raus aus dem Regen" und "Der Lebensbaum".SN ?
