East meets West: Inmitten von Tokios Wolkenkratzern und Werbemeilen erleiden Bill Murray und Scarlett Johansson unter Sofia Coppolas Regie einen Kulturschock -- und kommen sich dabei näher
Ganz oben auf Sofia Coppolas Wunschliste für den Hauptdarsteller war von Anfang an der ewige Clown Bill Murray. "Nach knapp einem Jahr zahlloser Telefonate", so die Regisseurin, "kam der Vertrag schließlich durch einen gemeinsamen Bekannten zustande." Eine witzige Anekdote hierzu findet sich bei den ausführlichen Interviews mit Cast & Crew im Bonusmaterial der DVD.
Bereits einen Monat vor Drehbeginn am 29. September 2003 reiste ein Großteil der Crew nach Tokio, um sich auf die folgenden Wochen vorzubereiten. Das tagebuchartige Making of dokumentiert anschaulich, wie die 27-tägige Produktion vonstatten ging und mit welchen Schwierigkeiten -- z.B. einem Stromausfall in der japanischen Hauptstadt -- sich die Beteiligten konfrontiert sahen.
Nicht weniger interessant ist das ausgelassene Gespräch zwischen Bill Murray und Sofia Coppola auf dem Balkon eines Hochhauses in Rom. Gut gelaunt lassen die beiden aufregende und peinliche Momente (wie z.B. Bill Murrays Karaoke-Nummer) Revue passieren. Auch die gelöschten bzw. erweiterten Szenen "Kellys Pressekonferenz", "Der Morgen nach Karaoke", "Bob im Krankenhaus", "Noch mehr Wasser-Aerobic" und "Charlotte mit Robotern" lohnen einen Blick.
Im Angebot sind schließlich noch das Musik-Video "City Girl" von My Bloody Valentine-Legende Kevin Shields und das witzige Feature "Matthew's Best Hit TV". Probleme mit der Verständigung dürfte es bei keinem Punkt der Extras geben, denn sie sind allesamt mit deutschen Untertiteln versehen.
Übrigens: Gerüchten zufolge planen Francis Ford und Sofia Coppola, im Jahr 2005 einen Zweiter Weltkrieg-Film in die Kinos zu bringen. Wie schon bei "Lost in Translation" soll der Vater die Rolle des Produzenten übernehmen, während die Tochter den Regiestuhl besetzt.
