Long Walk Home

Test

Australien in den 30ern. Der Eingeborenen-Beauftragte Neville (Kenneth Branagh) lässt Aborigine-Kinder mit Polizeigewalt aus ihren Siedlungen holen und in Missionen verschleppen, wo sie umerzogen und "zivilisiert" werden sollen.

Auch die Geschwister Molly (Everlyn Sampi) und Daisy (Tianna Sansbury) sowie deren Cousine Gracie (Laura Monaghan) können dem nicht entfliehen. Doch die drei Mädchen reißen aus ihrem Gefängnis aus und treten den 2400 km langen Heimweg an ...

Viele Hintergrundinfos erhält man mit den Boni. Sehr zu empfehlen ist die Featurette "Rabbit-Proof Fence". Allen Interessierten wird ein Mix aus Making of, Blick hinter die Kulissen und ausführlichen Interviews angeboten. Ebenfalls gelungen ist der Audiokommentar von Regisseur Phillip Noyce ("Der stille Amerikaner"). Der Filmemacher verrät u.a., dass ihm Mollys Tochter Doris Craig-Pilkington mit ihrem Roman "Follow the Rabbit-Proof Fence" die Inspiration lieferte.

Unter dem Menüpunkt "Geschichte & Hintergründe" finden sich die Lebensläufe von Molly, Daisy und Gracie auf Texttafeln. Hier erfährt man z.B., dass die Geschichte der spektakulären Flucht nicht von Doris´ Mutter, sondern ihrer Tante Daisy überliefert wurde. MN

Fazit

Film-Check: Philipp Noyce gelang es, das tragische Schicksal dreier Kinder in Down Under mit beeindruckenden Bildern, wirklichkeitsnah und mit viel Feingefühl fürs Detail umzusetzen.
DVD-Fazit: Ein bildgewaltiges Drama und eine lobenswerte sozialkritische Aufarbeitung der unmenschlichen Geschehnisse im Australien der 30er. Die Darstellerinnen agieren herzergreifend. An der Bild- und Tonqualität der Disc gibt es nur wenig zu bemängeln und das Zusatzmaterial bietet viele wissenswerte Infos.

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