Bahnfahren für Denker: Lenken Sie die Züge über das Schienennetz, und schlagen Sie der Zeit ein Schnippchen.
Loco Mania entführt uns in die Jugendtage, in der wir uns in den Hobbykeller zurückzogen, um Häuser und Tunnel für unsere Modelleisenbahn zu bauen. Denn Loco Mania wirkt auf dem ersten Blick wie eine Zugfahrsimulation wie Trainz, aber wir steuern die Züge nur indirekt durch die zwölf verschiedenen Landschaften. Genauso wie die echten Modellzüge.
Wir knobeln also über Weichenstellungen und Signalen, denn mit der Steuerung der Bahnen haben wir nix am Hut. Nur zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfahrt können wir wechseln.
Nächster Halt: Abstellgleis!
Das Spielprinzip ist einfach: Auf jeder Karte gibt es eine Anzahl von Ausfahrten und Bahnhöfen, die farblich markiert sind. Über den Loks, die durch auf die Karte fahren, schweben Farbsymbole -- die zeigen an, zu welchem Bahnhof und zu welcher Ausfahrt der Zug geleitet werden soll.
Nun suchen Sie für jeden Zug einen Weg über das Schienennetz und verstellen mit einem Klick Weichen und Signale. Spannend wird's, wenn sich mehrere Züge auf denselben Schienen tummeln. Dann müssen Sie schon mal Züge per Mausklick rückwärts fahren lassen, damit es weitergeht. Schade, dass es da keine Zusammenstöße gibt, die dem Programm Pep verliehen hätten -- die Loks halten rechtzeitig an.
Zu viele Züge verderben den Spass
Drei Spielmodi stehen uns für eine Bahnfahrt zur Verfügung. In »Zeitangriff« läuft ein Timer ab. Wenn wir Züge zur richtigen Ausfahrt leiten, bekommen wir Zeit gutgeschrieben, um das Ende der Runde herauszuzögern. Im Modus »Kontrollpunkt« bugsieren wir eine bestimmte Anzahl an Zügen über die Karte -- und das am besten so schnell wie möglich. Das freie Spiel erlöst uns von jeglichem Erfolgsdruck -- wir schicken die Züge über die Schienen, so wie wir wollen.
Beim Testen ist uns aufgefallen, dass der Schwierigkeitsgrad schnell anzieht. Denn die Karten, die wir nacheinander freispielen, werden größer, immer mehr Züge sollen immer mehr Stationen anlaufen. Das sorgt schon auf kleineren Karten für Chaos.
Bin ich gut?
Um das Lokomotivenlenken spannender zu machen, gibt es Sonderzüge wie den Atomtransport, der während seiner Runden über die Schienen nicht stoppen darf.
Abseits der Gleise ist weniger los: Da fährt mal ein Auto über die Landstraße, ein Helikopter dreht seine Runden. Das war's schon.
Falls wir wissen möchten, wie gut wir spielen, können wir unsere Zeiten ins Internet laden, und vergleichen sie mit denen anderer Spieler.
Susanne Braun
