In einem der schönsten Filme des vergangenen Jahres erleben zwei New Yorker Jugendliche das Wunder der ersten Liebe
Es erwischt jeden von uns. Irgendwann im Leben kommt der Moment, an dem wir wie vom Blitz getroffen feststellen, dass wir zum ersten Mal verliebt sind. Der Weg zu dieser wundersamen Erkenntnis ist ein schleichender Prozess. Auf einmal haben wir nur noch diesen einen Menschen im Kopf, den wir vor wenigen Tagen gar nicht richtig wahrgenommen haben.
Plötzlich ist alles anders. Wir sind nervös und selbstbewusst zugleich, nett zu unseren Mitmenschen und fürchten eigentlich nur noch, uns vor jener Person zu blamieren, die allein durch ihre Anwesenheit unseren Herzschlag beschleunigt.
Retrospektive
Die Idee zu "Little Manhattan" kam Regisseur Mark Levin und seiner Frau, der Drehbuchautorin Jennifer Flackett, nach der Geburt ihres zweiten Kindes. Im Audiokommentar erzählen beide, dass viele ihrer eigenen Erfahrungen in den Film mit einflossen. Um die New Yorker Romanze so authentisch wie möglich zu halten, drehte man ausschließlich an Originalschauplätzen und besetzte die Rollen bevorzugt mit Einheimischen.
Bei der Vermarktung übertrieb man es mit dem Lokalpatriotismus allerdings. Der Film startete am 30. September 2005 ausschließlich in New York und spielte mit 35 Kopien lediglich 385.000 Dollar ein.
Countdown
Der zehnjährige Gabe (Josh Hutcherson) verbringt die Sommerferien in der Stadt. Weil seine Eltern (Bradley Whitford, Cynthia Nixon) sich scheiden lassen, ist die Stimmung zuhause etwas gedrückt. Abwechslung verspricht ein Karatekurs. Bei diesem trifft Gabe zufällig auf Rosemary Telesco (Charlie Ray), die er nach dem Kindergarten aus den Augen verloren hatte -- schließlich leben Jungs und Mädchen nach der Einschulung in getrennten Welten.
Bevor Gabe kapiert, was los ist, ist er bis über beide Ohren in das Mädchen aus gutem Hause verknallt. Viel Zeit, um ihr Herz zu gewinnen, hat er jedoch nicht. In wenigen Wochen fährt Rosemary in ein Sommercamp, um danach auf eine weit entfernte Privatschule zu wechseln.
Neben dem aufschlussreichen Kommentar findet sich im Bonusbereich der DVD noch mehr Lohnendes. Im Angebot sind vier kommentierte deleted Scenes, ein Making of mit Einblicken in die Locationsuche, Interviews mit den Darstellern (umwerfend: Josh Hutcherson), Fotos, Produktionsnotizen und drei Featurettes. Diese skizzieren "Das Helm-Problem", "Schafe im Central Park" und zeigen "Szenen vom Dreh". PK n
